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Wetter

Bach bei Lugano über die Ufer getreten

Eine Gewitterfront hat der Schweiz in der Nacht auf Donnerstag heftigen Regen und zahlreiche Blitze gebracht. In der Region Lugano mussten zahlreiche Personen evakuiert werden. Schäden gab es auch im Bernbiet.
Eine Gewitterfront mit zahlreichen Blitzen und Hagel überquert derzeit die Schweiz. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE/DPA/MATTHIAS BALK

In der Gemeinde Manno bei Lugano sei der Bach Vallone wegen der heftigen Regenfälle angeschwollen und über die Ufer getreten, schrieb die Tessiner Kantonspolizei am Donnerstag in einem Communiqué. Rund 20 Personen seien aus fünf Häusern evakuiert worden. Verletzt worden sei niemand. Die Schäden an den Gebäuden seien jedoch erheblich.

Auch in Agno mussten rund 20 Personen aus insgesamt 19 Wohnungen evakuiert werden, wie die Polizei weiter mitteilte. Als Grund nannte sie das Dach einer angrenzenden Garage, welches teilweise eingestürzt sei.

Im Tessin sei insbesondere der Malcantone im Sottoceneri vom Unwetter stark getroffen worden, hiess es weiter. Es sei in dem Gebiet zu einigen Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Diese hätten zu Strassensperrungen geführt. Unter anderem nicht befahrbar sei derzeit die Kantonsstrasse, die von der A2-Ausfahrt Lugano Nord in Richtung Lamone führe.

Gebäude in Kanton Bern von Blitz getroffen

Auch im Kanton Bern hatten die Einsatzkräfte in der Nacht auf Donnerstag viel zu tun. Bei der Kantonspolizei gingen 16 Meldungen über Wasser in Gebäuden, überschwemmte Strassen und umgestürzte Bäume ein. Die meisten stammten aus dem Mittelland, dem Oberaargau und dem Berner Oberland, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte. In Langenthal schlug ein Blitz in ein Gebäude ein. Angaben über Verletzte lagen keine vor.

Insgesamt entluden sich bei den Gewittern in der Schweiz bis 23.00 Uhr 10'730 Blitze. Besonders viele Blitze verzeichneten die Kantone Bern, Waadt, Freiburg, Schwyz, Luzern und Zürich. Die gemessenen Regensummen lagen schweizweit zwischen 25 und 45 Millimeter pro Quadratmeter, wie Meteoschweiz am frühen Donnerstagmorgen auf Twitter schrieb. Im Tessin waren es lokal 80 Millimeter. (sda)