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Weiterer Vorwurf von Elon Musk an Twitter

In seinem Rechtsstreit mit Twitter hat der US-Milliardär Elon Musk einen weiteren Grund für das Zurückziehen seines Übernahmeangebots für den Kurzbotschaftendienst ins Feld geführt. Er sei nicht über eine Millionen-Abfindung des Sicherheitschefs informiert worden.
Der US-Milliardär Elon Musk wirft Twitter vor, ihn nicht über eine Abfindung des ehemaligen Twitter-Sicherheitschefs informiert zu haben.
Bild: Keystone/AP The Brownsville Herald/MIGUEL ROBERTS

Dem früheren Twitter-Sicherheitschef Peiter Zatko und seinen Anwälten wurden demnach von Twitter 7,75 Millionen Dollar zugesprochen. Musks Anwälte werfen dem Unternehmen vor, gemäss der Übernahme-Vereinbarung hätte es Musk um Zustimmung zu dieser aussergewöhnlichen Ausgabe bitten müssen.

Musk hatte im April eine Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar angekündigt, noch im selben Monat schlossen beide Seiten dazu eine Vereinbarung. Anfang Juli liess Musk den Deal jedoch wegen angeblich "falscher und irreführender" Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen.

Hintergrund ist die Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf Twitter. Musk wirft Twitter vor, die tatsächliche Zahl der Nutzer zu hoch zu beziffern. Twitter weist Musks Anschuldigungen zurück und pocht auf den Vollzug der Übernahme.

Zatko spielt in dem Rechtsstreit eine zentrale Rolle. Der ehemalige Sicherheitschef von Twitter hat in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht, an das Justizministerium und die US-Wettbewerbsbehörde von "schweren und schockierenden Schwachstellen" bei dem Onlinedienst gesprochen. Er wirft seinem früheren Arbeitgeber auch falsche Angaben zur Zahl der Nutzer vor. Twitter weist die Anschuldigungen zurück.

Der eigentliche Prozess im Übernahme-Streit zwischen Musk und Twitter beginnt am 17. Oktober vor einem spezialisierten Gericht im Bundesstaat Delaware an der US-Ostküste. Musk ist mit einem Vermögen von mehr als 270 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. (sda/afp)