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Regierung in Seoul kündigt Untersuchung an

Zwei Tage nach der Massenpanik mit mehr als 150 Toten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul hat die Regierung eine gründliche Untersuchung zur Katastrophe angekündigt. Die Regierung wolle die Ursache des Unfalls herausfinden und die nötigen Massnahmen ergreifen, damit sich solch eine Tragödie nicht wiederhole, sagte Premierminister Han Duck Soo am Montag laut Berichten südkoreanischer Sender bei einer Sitzung im zentralen Hauptquartier für Katastrophenschutz. Zu diesem Zweck wolle die Regierung dafür sorgen, betroffene Einrichtungen und Systeme zu verbessern.
Bild: Keystone/AP/Lee Jin-Man

Das Unglück in der Millionenmetropole ereignete sich Samstagnacht (Ortszeit) in dem beliebten Ausgehviertel Itaewon, als dort Zehntausende zu Halloween-Feiern zusammenkamen. Im extremen Gedränge in einer schmalen Seitengasse wurden zahlreiche Menschen laut Augenzeugen und nach Angaben der Rettungskräfte eingeklemmt. Viele erstickten demnach, wurden zerquetscht oder totgetreten. Es kamen dabei nach Angaben des Innenministeriums mindestens 154 Menschen ums Leben. Nach aktualisierten Zahlen vom Montag wurden 149 Personen verletzt, viele von ihnen schwer. (sda/dpa)