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Polizeiarbeit

Polizeipräsenz in Luzerner Gemeinden neu geregelt

Die Luzerner Polizei schliesst in den nächsten Jahren zahlreiche Polizeiposten, will aber dennoch in den Gemeinden ihre Präsenz stärken. Um dies umzusetzen, hat sie mit dem Verband Luzerner Gemeinden (VLG) und dem Justiz- und Sicherheitsdepartement einen Leitfaden erarbeitet.
Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Dieses Vademecum sei auf den 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt worden, teilte die Luzerner Polizei am Mittwoch mit. Es regle, welche Leistungen die Polizei für die Gemeinden erbringen solle. Dabei gehe es um Aufgaben, die nicht bereits gesetzlich geregelt seien und für die eine polizeiliche Ausbildung zwingend nötig sei.

Künftig setzt die Luzerner Polizei in den Gemeinden auf das sogenannte Community Policing. Dieses Konzept der bürgernahen Polizeiarbeit besteht in der Stadt bereits, dort sind mehrere Quartierpolizisten im Einsatz.

Community Policing umfasse nebst Kontakten zu Behörden, Bevölkerung, Gewerbe, Schulen und Vereinen auch Kontroll- und Überwachungstätigkeiten oder die Brennpunktbewirtschaftung, teilte die Polizei mit. Sie werde in allen Polizeiregionen Fachleute einsetzen, welche sich hauptamtlich mit dem Community Policing befassen würden. Jede Gemeinde verfüge somit über eine polizeiliche Ansprechperson, welche mit der örtlichen Situation vertraut sei.

Bis zu 30 Polizistinnen und Polizisten

Das neue Stationierungskonzept der Polizei und die damit verbundene Etablierung des Community Policing soll bis 2030 umgesetzt werden. Es sei geplant, 25 bis 30 Polizistinnen und Polizisten für die bürgernahe Polizeiarbeit auszubilden, hiess es bei der Luzerner Polizei auf Anfrage. Entsprechende Lehrgänge würden vom Schweizerischen Polizei-Institut in Neuenburg angeboten.

Nach der Stadt sollen als erstes im Gebiet Sursee Quartierpolizisten eingesetzt werden. Dann soll die bürgernahe Polizeiarbeit sukzessive dort eingeführt werden, wo Polizeiposten geschlossen werden.

Die Luzerner Polizei plant, die Zahl der Polizeiposten von heute rund 30 zu halbieren. Gleichzeitig soll der Korpsbestand um 118 auf 928 Stellen erhöht werden. Damit sollen mehr Polizistinnen und Polizisten auf Patrouille sein, so dass die Polizeipräsenz trotz des Postenabbaus erhöht werden kann. (sda)

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