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Lech: Österreich

Sicherheitssuche nach Lawinenabgang

Nach dem Lawinenabgang am Arlberg in Österreich hat am Montag eine Sicherheitssuche begonnen. Sie solle ausschliessen, dass doch noch Wintersportler unter den Schneemassen begraben seien, sagte der Sprecher des Einsatzkommandos. "Es sind rund 100 Helfer im Einsatz." Es gebe allerdings weiterhin keine Vermisstenmeldung. Alles spreche dafür, dass es bei einem Schwer- und drei Leichtverletzten bleibe. Bei dem Schwerverletzten handle es sich um einen deutschen Gast, der in die Klinik nach Innsbruck geflogen worden war. Zu seiner Identität wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Bild: Keystone/APA/Zeitungsfoto.At/Daniel Liebl

Die anderen drei Verletzten waren von der Lawine laut Einsatzleitung nur touchiert worden. Danach fuhren sie ins Tal. "Jeder, der an einem Lawinenhergang beteiligt ist, sollte sich melden, das würde die Arbeit erleichtern", so der Sprecher der Einsatzleitung, Hermann Fercher, weiter. Auf dem Video eines Skigastes waren zehn Wintersportler zu sehen gewesen, die von der Lawine mehr oder weniger erfasst worden waren. Deshalb waren die Behörden von einer erheblichen möglichen Opferzahl ausgegangen. Der mehrere Meter hohe Lawinenkegel wurde am Sonntag zeitweise von rund 200 Helfern abgesucht.

Die Lawine hatte sich unterhalb des 2700 Meter hohen Trittkopfes bei Lech gelöst. Zuvor war dieser als kritisch bekannte Bereich laut Fercher bereits gesprengt worden. Offenbar habe die Sprengung die Gefahr nicht gänzlich beseitigt. Die unter dem Areal liegende Piste wurde durch die Lawine auf einer Länge von 500 bis 600 Meter verschüttet. Die Polizei will den Hergang bei ihren Ermittlungen nun rekonstruieren. (sda/dpa)

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