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Buchpreisträger

Kim de l'Horizon spürt mehr Verantwortung

Nach dem Erfolg des Romans "Blutbuch" spürt Kim de L'Horizon eine grössere Verantwortung. "Wenn mein Schreiben jetzt so aufmerksam angeschaut wird, muss ich auch etwas damit machen", sagte Kim de l'Horizon der Onlineausgabe der "Rheinischen Post".
Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS

Es gebe "ein Gefühl von Verantwortung, weil ich krass mehr Aufmerksamkeit bekomme". Das sei auch etwas Politisches. "Denn wenn ich mich jetzt nicht auch politisch und zur Weltlage verhalte, stütze ich einfach den Status quo - und der ist gerade ja schrecklich und grauenvoll."

Der Roman "Blutbuch" ist sowohl mit dem Schweizer als auch mit dem Deutschen Buchpreis 2022 ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises in Frankfurt schor sich Kim de L'Horizon auf der Bühne die Haare, um auf diese Weise Solidarität mit den protestierenden Frauen im Iran zu zeigen. An der Verleihung in Basel hat Kim de l'Horizon eine Art Gebet für die Liebe gesungen.

Kim de l'Horizon fühlt sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig. Diese Nonbinarität ist auch Thema des Romans. (sda/afp)