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Grossbritannien

Idris Elba kämpft gegen Messergewalt

Schauspieler Idris Elba (51) setzt sich mit einer neuen Kampagne gegen Messergewalt in Grossbritannien ein. Immer wieder sterben Jugendliche dort bei Angriffen. "Ich kann nicht schweigen, während noch mehr junge Menschen bei diesen brutalen und herzlosen Verbrechen ums Leben kommen", teilte er der britischen Nachrichtenagentur PA mit. Jetzt zum Schulanfang seien zu viele Jugendliche nicht bei ihren Klassenkameraden und zu viele Familien trauerten um einen geliebten jungen Menschen.
Bild: Keystone/Invision/AP/Scott Garfitt

Die Kampagne "Don't Stop Your Future" fordert unter anderem, dass Macheten und sogenannte Zombiemesser mit grossen Klingen verboten werden. Die Regierung hatte schärfere Beschränkungen bereits im Sommer angekündigt, noch sind sie nicht umgesetzt. Elba kritisierte, das Parlament habe sich um das Thema nicht genug gekümmert.

Seine Kampagne fordert mehr Geld für Jugendhilfe. Es brauche auch ein überparteiliches Bündnis gegen Messergewalt, das auch Techunternehmen an den Tisch hole. "Waffen werden online jeden Tag beworben und an Kinder verkauft", kritisierte Elba ("Luther", "Thor") auf der Internetseite der Kampagne. Am Montag sollte eine Installation vor dem Parlament in London vorgestellt werden. Elba veröffentlichte auch ein Lied mit dem Titel "Knives Down" ("Messer runter").

In Grossbritannien kommt es immer wieder zu tödlicher Messergewalt. Im September war eine 15-Jährige in London auf dem Weg zur Schule erstochen worden - ein 17-Jähriger wurde festgenommen. Der Fall löste Trauer und Entsetzen aus. An Silvester wurde in London ein 16-Jähriger erstochen, der mit Freunden das Feuerwerk gucken wollte. Die Polizei ermittelt in dem Fall gegen einen gleichaltrigen Teenager, der wegen Mordes angeklagt wurde. (sda/dpa)