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Wetter

Stellenweise kälteste Nacht des Jahres

Die Schweiz hat auf Sonntag die kälteste Nacht des Jahres erlebt. Der tiefste Wert wurde mit -21,8 Grad in La Brévine im Neuenburger Jura gemessen, im Flachland waren es -15,4 Grad in Koppigen im Kanton Bern. In der Nacht auf Montag soll es aber noch kälter werden.

Das gab Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, am Sonntag bekannt.

Am Flughafen Zürich wurden am Sonntagmorgen -8,6 Grad gemessen, der tiefste Wert an dieser Flachlandstation im laufenden Jahr, wie ein Meteorologe von Meteonews der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag auf Anfrage sagte. Grund für die tiefen Temperaturen war Polarluft sowie der Umstand, dass es an gewissen Orten nach dem Schneefall aufgeklart hatte.

Am Sonntag kam es auf der Alpennordseite vielerorts zu einem Eistag mit Temperaturen unter null Grad. Im Süden war es rund zehn Grad wärmer. Nach dem ersten Schnee in tiefen Lagen vom Freitag war die Landschaft zuletzt verbreitet weiss. Gebietsweise lagen wenige bis über zehn Zentimeter Neuschnee. In Engelberg im Kanton Obwalden wurden 17 Zentimeter gemessen, in Appenzell 13.

Polizei: Sommerreifen untauglich

Schnee und Kälte führten zu schwierigen Strassenverhältnissen. Vereinzelt kam es auch zu Unfällen. In Goldingen im Kanton St. Gallen wurden sechs Autoinsassen verletzt - zwei davon schwer -, als ihr Wagen während der Nacht in einer verreisten Kurve von der Strasse abkam und sich mehrmals überschlug.

In Steckborn im Kanton Thurgau wurde die Beifahrerin eines Wagens mittelschwer bis schwer verletzt, weil ihr Auto von einem anderen Fahrzeug gerammt wurde, das auf der teils mit Schneematsch bedeckten Strasse zu schnell unterwegs war und auf die Gegenfahrbahn geraten war.

Die Stadtpolizei Winterthur warnte vor schwierigen Strassenverhältnissen. "Bitte besonders vorsichtig fahren und Autos mit Sommerpneus stehen lassen", twitterte sie. (sda)

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