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Wanderung

Cassis mit Wandergruppe am Gotthard

Bundesrat Ignazio Cassis hat am 1. August die Wanderschuhe geschnürt. In seiner Heimat, dem Tessin, zeigte der 62-Jährige Interessierten die wildromantische Region oberhalb des Gotthardpasses.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI

Unterwegs war er mit 180 Leserinnen und Lesern der "Schweizer Illustrierten", wie es in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift heisst. Der Aussenminister liess es sich nicht nehmen und stimmte das Lied "Vo Luzern gäge Wäggis zue" an.

Mit den Wanderinnen und Wanderern plauderte Cassis auch aus dem Nähkästchen. So erzählte er, dass er trotz sechs Jahren in Bern kein Berndeutsch spreche. Über die Italienischkenntnisse seiner Kolleginnen und Kollegen verriet er: "Ich glaube, Viola Amherd kann's am besten. Karin Keller-Sutter spricht gut und hat hohe Ansprüche ans sich selbst."

Cassis habe sich auch um seine Gruppe gekümmert. So habe er einer 78-Jährigen, der die Hitze zu schaffen machte, sein rotes Dächlikäppli geschenkt und gefragt, ob sie genügend getrunken habe. "Auch als Bundesrat bin ich immer noch Arzt. Ich mache das gerne", so der FDP-Bundesrat.

Vor lauter Reden sei Cassis als letzter bei der Festhütte auf der Alp Sorescia eingetroffen. Er sei es aber gewohnt, das Schlusslicht bei Märschen zu sein: "Als Arzt im Militär konnte ich so alle einsammeln, denen es nicht so gut ging."

Zu guter Letzt durfte er noch die Polenta rühren. Eine gute Polenta müsse man mit dem Messer schneiden können, erklärte Cassis. "Als Student in Zürich haben wir uns immer über die Deutschschweizer mit ihrer Polenta lustig gemacht. Das sei eine "Zwei-Minuten-Suppe" gewesen. (sda)