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Kasachstan

Kasachstans Hauptstadt heißt wieder Astana

Die Hauptstadt der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien heisst nun wieder Astana - und nicht mehr Nur-Sultan. Staatschef Kassym-Schomart Tokajew unterschrieb am Samstag nach Angaben der Präsidialverwaltung eine am Vortag vom Parlament verabschiedete Verfassungsänderung dazu.
ARCHIV - Blick auf den Präsidentenpalast im Zentrum der Hauptstadt Kasachstans: Astana. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
Bild: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko

Der Neuerung zufolge darf ein kasachischer Präsident künftig nur noch für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt werden. Es wird erwartet, dass der 69 Jahre alte Tokajew nach der Verfassungsänderung noch einmal kandidiert, weil das neue Gesetz nicht rückwirkend, sondern erst mit der nächsten Wahl gilt.

Aus Astana war im März 2019 Nur-Sultan geworden - zu Ehren des damals nach rund drei Jahrzehnten an der Macht zurückgetretenen Präsidenten Nursultan Nasarbajew. In der aus dem Steppensand gestampften Glitzermetropole im Norden des Landes leben mehr als eine Million Menschen.

Das Nachbarland von China mit seinen 18,5 Millionen Einwohnern wurde Anfang dieses Jahres von blutigen Protesten erschüttert. Das führte unter anderem zum Bruch mit Nasarbajew, der auch nach seinem Rücktritt mit weitreichenden Machtbefugnissen ausgestattet worden war, und seiner Familie, die die Geschicke des Landes gelenkt hatte.

Nasarbajew liess die Stadt im Norden Kasachstans während seiner Zeit an der Macht mit futuristischen Gebäuden nach dem Vorbild der Golfstaaten aufbauen. Er gab ihr 1998 den neutralen Namen Astana, kasachisch für Hauptstadt. Zu Sowjetzeiten lag das Machtzentrum der rohstoffreichen Republik in Almaty, der bevölkerungsreichsten Stadt im Süden des Landes. (sda/dpa)