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Jamie Lee Curtis will neutral sein

Hollywood-Schauspielerin Jamie Lee Curtis möchte sich in der Situation rund um den andauernden Streik der Drehbuchautoren und der Schauspielgewerkschaft (SAG-AFTRA) "schweizerisch" verhalten. Sie lehne die Rhetorik auf beiden Seiten ab und wolle "neutral" sein.
Bild: KEYSTONE/AP Invision/JORDAN STRAUSS

Das sagte die 64-jährige Schauspielerin in einem Interview gegenüber mehreren US-Medien, als sie während eines Anlasses einer Stiftung auf den Streik der Schauspielenden angesprochen wurde.

Sie sei "kein polarisierter Mensch", und die Tatsache dass es ein "sie" und ein "wir" gebe, störe sie. Die Schauspielenden, die Drehbuchautoren und die Film- und Fernsehproduzenten seien ein einziger Wirtschaftszweig und sie hoffe, dass alle Seiten anerkennen würden, dass man voneinander abhängig sei, sagte Lee Curtis weiter. Am Ende des Tages werde sich die gegenseitige Abhängigkeit durchsetzen.

Hintergrund sind die bis zuletzt erfolglosen Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen, bei denen sich Drehbuchautoren, Schauspielende und die Film- und Fernsehproduzenten gegenüberstehen.

Ausstand könnte noch Wochen dauern

Anfang Mai hatten die mehr als 11'000 gewerkschaftlich organisierten Drehbuchautoren den Arbeitskampf begonnen. Die Schreibenden fordern unter anderem Gehaltserhöhungen, höhere Zuschüsse für die Kranken- und Altersversorgung und eine Regelung für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI).

Mitte Juli waren Zehntausende Mitglieder der SAG-AFTRA nach geplatzten Verhandlungen mit dem Verband der TV- und Filmstudios ebenfalls in den Ausstand getreten. Der Doppelstreik von Drehbuchautoren und Schauspielern legt Hollywood nahezu lahm. In den USA können derzeit praktisch keine Filme und Serien mehr gedreht werden. Beobachter befürchten, dass der Ausstand noch Wochen oder Monate andauern könnte. Es ist der erste Doppelstreik von Schauspielern und Drehbuchautoren in den USA seit mehr als 60 Jahren. (sda)