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Wirtschafts-News

Postfinance: App und Postcard funktionieren nicht ++ Flugzug-Netz wächst nach Luzern und Interlaken ++ Spitäler fordern höhere Tarife

Neuer Chef, tiefrote Zahlen oder Firma verkauft? Mit dem tagesaktuellen Wirtschafts-Ticker bleiben Sie über das Geschehen informiert . Die neuesten Meldungen aus der Schweizer Wirtschaftswelt.

16:48 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Postfinance: App und Postcard funktionieren nicht

Die elektronischen Dienstleistungen der Postfinance sind seit kurz vor 16 Uhr ausser Betrieb. Der Blick berichtet von Personen, die weder mit App noch Karte bezahlen konnten. Auch die Website der Postfinance war kurz vor 17 Uhr ausser Betrieb. «Es liegt momentan eine Systemstörung vor», so die Fehlermeldung: «Wir setzen alles daran, die Störung rasch zu beheben und bedauern die Unannehmlichkeiten.»

Wie die Postfinance über Twitter mitteilte, gibt es auch beim Contact Center längere Wartezeiten:

Bei der Postfinance kam es in den letzten Monaten verschiedentlich zu Problemen. Im Juni konnten Kunden während zweieinhalb Stunden weder Bargeld beziehen, die Bezahl-App Twint nutzen noch mit der Karte an der Kasse bezahlen. Und Ende August vermeldete das Unternehmen Ausfälle bei Debitkartenzahlungen. (mpa/wap)

11:12 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER

Swiss und SBB nehmen Luzern und Interlaken in ihr Flugzug-Netz auf

Die Fluggesellschaft Swiss und die Bundesbahnen bauen ihr sogenanntes Air-Rail-Streckennetz weiter aus. Dabei können Kundinnen und Kunden ihre Bahn- und Zugreise in einem Schritt buchen. Ab dem 11. Dezember werde das Angebot vom Flughafen Zürich auf Luzern und Interlaken ausgeweitet, teilen beide Unternehmen am Dienstag mit. Mittlerweile umfassen die Flugzug-Verbindungen damit insgesamt elf Destinationen.

Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour bezeichnet den Ausbau des Netzes in der Mitteilung als «nahtlose Intermodalität im Sinne unserer Gäste». Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, ist überzeugt, dass damit die Weiterreise in der Schweiz für Fluggäste noch attraktiver werde. «Dank umsteigefreien Direktverbindungen mit dem Zug sind Interlaken und Luzern mit nur einem Umstieg aus Tokyo, New York oder São Paulo erreichbar», lässt sie sich zitieren. Im Sommer haben Swiss und SBB mit München die erste internationale Streckenverbindung in ihr Flugzug-Netz aufgenommen.

Die strategische Partnerschaft zwischen der Fluggesellschaft und den Bundesbahnen wurde 2019 ins Leben gerufen unter Ex-SBB-Chef Andreas Meyer und Ex-Swiss-CEO Thomas Klühr . Kürzlich gab die US-Fluggesellschaft Delta bekannt, künftig ebenfalls Verbindungen vom Flughafen Zürich zu sieben Schweizer Städten mit SBB-Zügen anzubieten . (dpo)

10:26 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Spitalverband H+ will Tarife um 5 Prozent erhöhen

H+ fordert eine sofortige Anpassung der Tarife. Grund dafür ist die Teuerung, wie der Verband der Schweizer Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen am Dienstag mitteilte. Diese treffe die Spitäler und Kliniken stark und sie könnten ihre steigenden Kosten nicht mehr decken: Einerseits seien die ambulanten und stationären Tarife «seit Jahren» zu tief, andererseits seien sie nicht prospektiv inflations-indexiert – sie werden also nicht automatisch an veränderte Marktsituationen angepasst.

Der Verband fordert daher die Politik und Versicherer auf, alle Tarife «dringend» um rund 5 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen sie künftig prospektiv inflations-indexiert festgelegt sein. Der Verband spricht dabei von einem ersten positiven Signal, «auch wenn damit die chronische Unterfinanzierung der Spitäler und Kliniken nicht gelöst wird». Dafür braucht es gemäss H+ weitere Tariferhöhungen sowie eine Diskussion über ein nachhaltiges Finanzierungssystem – «wenn die Schweiz den heutigen Versorgungsstandard sicherstellen will».

Zudem sei es dringend nötig, die Löhne der Angestellten an die Teuerung anzupassen und die Arbeitsbedingungen unabhängig davon zu verbessern – Stichwort Fachkräftemangel. Allerdings hätten die Spitäler und Kliniken die finanziellen Mittel dafür nur mit höheren Tarifen für die ambulanten und stationären Leistungen. (abi)

07:31 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Novartis' Durststrecke hält an

Im dritten Quartal erzielte Novartis einen Nettoumsatz von 12,5 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht zwar einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Basler Pharmakonzern am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte jedoch ein Betriebsergebnis von 2,1 Milliarden Dollar – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 33 Prozent. Allerdings fällt dieser Rückgang zu konstanten Wechselkursen mit 23 Prozent etwas weniger drastisch aus. Der Nettogewinn sank derweil sogar um 43 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Trotz Durststrecke ist CEO Vas Narasimhan bemüht, die Unternehmenszahlen für die Monate Juli-September 2022 in ein gutes Licht zu rücken: «Novartis erzielte ein solides drittes Quartal mit einer starken operativen Performance im Jahresvergleich», wird der Konzernchef in der Mitteilung zitiert. Und: «Mit Blick auf die Zukunft sind wir zuversichtlich.» Narasimhan untermauert seine Aussage etwa mit dem Verweis auf angekündigtes Wachstum und Margenexpansionen durch neue, innovative Arzneimittel.

Auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres musste Novartis beim operativen Ergebnis bereits einen Einbruch um 36 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Konzern führte dies damals zurück auf geringere Gewinne aus Produktverkäufe, höhere Wertminderungen und Restrukturierungskosten. Letztere beiden Gründe erwähnt Novartis auch im dritten Quartal wieder als Ursachen für die erneut rückläufigen Zahlen.

Der Pharmakonzern gab im Juni ein grosses Umstrukturierungsprogramm bekannt. Dabei sollen die Pharma- und Onkologiesparte fusioniert werden. In diesem Rahmen streicht Novartis in der Schweiz 1400 Stellen, also mehr als jede zehnte Stelle . Weltweit sind vom Abbau rund 8000 der insgesamt 108’000 Stellen betroffen.

Darüber hinaus hat Novartis entschieden, ihre Generika-Tochter Sandoz als eigene Firma auszugliedern . Die neue Firma soll auch an der hiesigen Börse SIX gehandelt werden. Noch offen ist indes, wo der neue Generika-Riese in der Schweiz seinen Sitz haben wird.

Und Sandoz scheint auf Kurs: Im dritten Quartal meldet Novartis am Dienstag für das Noch-Tochter-Unternehmen jedenfalls ein anhaltendes Wachstum bei den Biopharmazeutika um 4 Prozent. (dpo/sat)

07:28 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER

Helvetia-Chef verlässt das Unternehmen

Philipp Gmür, CEO der Helvetia-Gruppe, hat seinen Rücktritt per Mitte 2023 angekündigt. Dies teilte der Schweizer Versicherer am Dienstag mit. Nach 30 Jahren bei der Helvetia, sieben davon als Group CEO, sei für Gmür die Zeit gekommen, «ein neues Kapitel aufzuschlagen», wie er sich zitieren lässt. Der 59-jährige Gmür freut sich demnach, «den Stab weiterzugeben und andere Aufgaben ausserhalb der Helvetia-Gruppe zu übernehmen.»

Per Mitte kommenden Jahres wird der Luzerner Philipp Gmür als CEO der Helvetia zurücktreten. 
Bild: Keystone

Verwaltungsratspräsident Thomas Schmuckli bedankt sich in der Mitteilung «herzlich» bei Philipp Gmür für sein «langjähriges, enormes Engagement zugunsten der Helvetia». Als Konzernchef habe er «die Internationalisierung der Gruppe, den Ausbau zusätzlicher Versicherungssparten und die Einführung neuer Geschäftsmodelle zielgerichtet vorangetrieben». Laut eigenen Angaben hat der Verwaltungsrat hat die Regelung von Gmürs Nachfolge bereits eingeleitet.

Philipp Gmür trat 1993 in die Helvetia ein und übernahm nach verschiedenen Karrierestationen 2016 den Vorsitz der Konzernleitung. Der Anwalt ist mit der Luzerner Mitte-Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger verheiratet. (dpo)

07:14 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER

Gewinn von UBS sinkt im dritten Quartal um 24 Prozent

Im dritten Quartal ist der Reingewinn der UBS um rund einen Viertel auf 1,7 Milliarden US-Dollar gesunken. Nach einem «äusserst starken Vorjahresquartal» resultierte vor Steuern ein Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar (-19 Prozent), wie die Schweizer Grossbank am Dienstag mitteilte.

Im zweiten Quartal konnte die UBS mit einem Reingewinn von 2,1 Milliarden Dollar (+5 Prozent) noch positivere Zahlen vermelden . Allerdings profitierte die Grossbank damals vom Verkauf ihres Anteils an einem japanischen Immobilien-Joint-Venture.

Auch die verwalteten Vermögen nahmen im dritten Quartal ab. Insgesamt verwaltete die UBS per Ende September 3706 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Per Ende Juni waren es noch 3912 Milliarden Dollar gewesen.

Konzernchef Ralph Hamers spricht in einer Mitteilung dennoch von einem «guten Ergebnis in einem schwierigen Umfeld». So hatten laut dem UBS-CEO die anhaltend hohe Inflation, die gestiegenen Energiepreise, der Krieg in der Ukraine und die Nachwirkungen der Pandemie überall auf der Welt «weitreichende Auswirkungen» auf die Vermögenswerte, Marktvolatilität, Zinsen und Anlegerstimmung. (dpo)

07:02 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Kühne+Nagel mit bestem 9-Monats-Ergebnis der Firmengeschichte

Kühne+Nagel überrascht erneut mit guten Quartalszahlen. Und das gleich mit dem besten 9-Monats-Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens, wie es am Montag mitteilt. Konkret hat der weltweit tätige Logistikkonzern im dritten Quartal des laufenden Jahres einen Nettoumsatz von 30,6 Milliarden Franken erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 40 Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit wuchs derweil um 71 Prozent auf 3,1 Milliarden, der Bruttogewinn um 25 Prozent auf 8,6 Milliarden.

Trotz der Rekordwerte wählt Kühne+Nagel-CEO Stefan Paul in der Mitteilung zurückhaltende Worte: «Höhere Energiepreise, eine breit angelegte Inflation sowie geopolitische Spannungen sorgen für zusätzliche Volatilität in den Lieferketten.» Die Entspannung auf den See- und Luftfrachtmärkten bringe bei den Kunden aktuell dagegen «eine gewisse Entlastung».

Das Logistikunternehmen mit Sitz im schwyzerischen Schindellegi konnte bereits im ersten Quartal Umsatz und Gewinn markant steigern . Dabei profitierte Kühne+Nagel von der hohen Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Laut eigenen Angaben beschäftigt der Konzern weltweit über 80'000 Mitarbeitende in über 100 Ländern und ist damit eines der grössten Logistikunternehmen überhaupt. (dpo/sat)

06:43 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER 2022

Umsatz und Gewinn von Logitech sacken ein

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2022/23 muss Logitech ein Umsatzminus um 12 Prozent auf 1,15 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Bei konstanten Wechselkursen sank das Wachstum um 7 Prozent, wie der in der Schweiz beheimatete Computerzubehör-Hersteller am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei ein «schwieriges makroökonomisches Umfeld».

Auch beim bereinigten operative Gewinn vermeldet Logitech einen Rückgang um rund einen Viertel auf 156 Millionen Dollar. Der unbereinigte Reingewinn (GAAP) sackte wiederum von 139,4 Millionen auf 82 Millionen Dollar ein. Bereits im zweiten Quartal reduzierte sich der Umsatz von Logitech um 12 Prozent auf 1,16 Milliarden, während der unbereinigte Reingewinn um 46 Prozent auf 100,8 Millionen zurückging.

Gleichzeitig gibt das Unternehmen am Dienstag bekannt, dass Finanzchef Nate Olmstead Logitech verlassen wird. Konzernchef Bracken Darrell bedankt sich bei Olmstead dafür, dass er in den vergangenen vier Jahren ein Finanzteam «von Weltklasse» aufgebaut habe. ( dpo)

06:15 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER 2022

Ems-Gruppe steigert Umsatz und kündet höhere Verkaufspreise an

Die Ems-Gruppe von Magdalena Martullo wächst weiter. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der in Domat/Ems beheimatete Spezialchemiekonzern den Umsatz um 10,7 Prozent auf 1,87 Milliarden Franken steigern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen betrug das Plus sogar 13,5 Prozent. Das sei ein neuer Höchstwert, heisst es weiter. Ems begründet das Wachstum damit, dass man zahlreiche neue Geschäfte an Land ziehen konnte. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen zu den ersten neun Monaten jeweils nicht bekannt.

Die Ems-Gruppe kann damit an ihr stabiles Ergebnis vom ersten Halbjahr anknüpfen. Von Januar bis Juni resultierte ein Nettoumsatz von knapp 1,3 Milliarden Franken (+10,1 Prozent) und das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit stieg um 0,8 Prozent auf 324 Millionen Franken.

Weiter teilt der Konzern am Dienstag mit, dass das im letzten Jahr angekündigte Investitionsprogramm zur Kapazitätssteigerung und Energieeffizienz am Hauptstandort in der Höhe von über 300 Millionen Franken umgesetzt wird. Darüber hinaus würden auch andere Produktionsstandorte laufend ausgebaut. Gleichzeitig kündet Ems aufgrund der steigenden Teuerung Preiserhöhungen an.

Für das Gesamtjahr erwartete die Gruppe nach wie vor einen Nettoumsatz und ein Betriebsergebnis (Ebit) leicht über den Vorjahreswerten von 2,25 Milliarden respektive 640 Millionen Franken. (dpo)

05:43 Uhr

Dienstag, 25. Oktober 2022

Trotz leicht sinkender Teuerung: Kleider und Schuhe kosten deutlich mehr

In der Schweiz hat die gefühlte Inflation im September zwar zum zweiten Mal innert Monatsfrist leicht abgenommen (um einen halben Prozentpunkt auf 3,8 Prozent). Auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt der Rückgang ein halber Prozentpunkt. Dennoch liegt der vom Vergleichsdienst Comparis und der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) erhobene Konsumentenpreisindex auch im September weiterhin deutlich über dem allgemeinen Landesindex der Konsumentenpreise (3 Prozent).

«Die massiv steigenden Krankenkassenprämien und Heizkosten bereiten Sorgen in der Schweizer Bevölkerung», wird Comparis-Experte Michael Kuhn in der Mitteilung zitiert. Für alle merklich teurer geworden sind im September jedoch Schuhe und Kleider, wie der Vergleichsdienst schreibt. Besonders betroffen: Damenkleider (mit einem Plus von 6,2 Prozent), gefolgt von Kinderkleidern (+5,5 Prozent) und Ersatzteile sowie Zubehör für Personenwagen (+3,5 Prozent). Im Gegensatz zum allgemeinen Konsumentenpreise-Index misst der Comparis-Konsumentenpreisindex die tatsächlich gefühlte Inflation der Konsumentinnen und Konsumenten.

Nach Regionen betrachtet spüren Konsumierende der italienischen Schweiz die Teuerung mit einem Indexstand von 105,4 Punkten nach wie vor am stärksten. Zum Vergleich: In der Deutschschweiz und Romandie lag der Konsumentenpreisindex im September jeweils bei 105,1 Punkten. (sat)