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Israel

Armee tötet Palästinenser im Westjordanland

Bei Einsätzen der israelischen Armee im besetzten Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben vier Palästinenser getötet worden. Durch Beschuss israelischer Streitkräfte seien in der Nacht zum Dienstag in der Stadt Nablus drei Palästinenser getötet worden.
Bild: KEYSTONE/AP/MAYA ALLERUZZO

19 weitere seien verletzt worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Bei einem anderen Armee-Einsatz wurde nach Angaben des Ministeriums in Ramallah ein Palästinenser erschossen.

Die israelischen Streitkräfte äusserten sich zunächst nicht zur Zahl der Toten und Verletzten. Sie bestätigten in einer knappen Mitteilung lediglich einen nächtlichen Einsatz in Nablus.

Serie von Angriffen

In den vergangenen Wochen hatte eine Gruppe junger palästinensischer Kämpfer, die sich "Areen al-Ossud" (Höhle des Löwen) nennt, eine Serie anti-israelischer Angriffe von Nablus aus geführt. So übernahm die Gruppierung die Verantwortung für einen tödlichen Angriff auf einen israelischen Soldaten im Westjordanland vor zwei Wochen.

Die Gruppe bezieht sich mit ihrem Namen auf den im August von der israelischen Armee getöteten Ibrahim al-Nabulsi, der den Beinamen "Der Löwe von Nablus" trug. Al-Nabulsi war ein Kommandeur der Al-Aksa-Brigaden, des bewaffneten Arms der im Westjordanland herrschenden Fatah-Partei, und hatte eine starke Gefolgschaft unter jungen Palästinensern.

Im israelisch-palästinensischen Konflikt hat die Gewalt in den vergangenen Monaten wieder deutlich zugenommen. Die israelische Armee verstärkte ihre Einsätze im Westjordanland. Allein seit Anfang Oktober wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP bei den Konfrontationen 22 Palästinenser sowie zwei israelische Soldaten getötet. (sda/afp)