notifications
Begräbnis der Queen

4000 Angehörige der Streitkräfte paradieren für die Queen

Das britische Staatsbegräbnis ist auch ein ausgezeichnetes Schaufenster für die Streitkräfte. Die Staatslafette, gezogen von fast 150 Matrosen, ist selbst für die Monarchie ein höchst seltener Anblick.

Stolz twittert das britische Verteidigungsministerium an diesem Montag in regelmässigen Abständen über die Rolle der Streitkräfte am Staatsbegräbnis der Queen. Insgesamt 4000 Angehörige sind in London im Einsatz: 2000 paradieren an den insgesamt drei Prozessionen, 2000 stehen als Ehrenwachen entlang der Prozessionsroute.

Eine besondere Rolle kommt hierbei der von Hand gezogenen Staatslafette zu, deren Anblick vor allem für ausländische Augen archaisch anmutet.

Dabei ist es höchst selten, dass die Öffentlichkeit in Grossbritannien diese Art von Sarggefährt zu Gesicht bekommt. Seit dem zweiten Weltkrieg war dies nur gerade zweimal der Fall, letztmals 1979. Da wurde der bei einem Attentat der IRA getötete Lord Louis Mountbatten, der Onkel von Prinz Philip, auf dieselbe Weise bestattet wie heute Queen Elizabeth II..

Der auf einer Haubitze gebettete Sarg wird von 142 Matrosinnen und Matrosen der Royal Nay gezogen, begleitet von sechs Seeoffizieren, Dies betont die besonders enge Verbindung der Marine zum Königshaus, weswegen auch viele Angehörige der Königshauses, angefangen beim König, Marineuniformen tragen.

Bei Louis Mountbatten, von der Königin im Familienkreis stets «Dickie» genannt, war die Begräbnisfahrt auf der Lafette sein eigener Wunsch gewesen. Als ehemaliger Flottenadmiral, Erster Seelord der Admiralität und Generalstabschef der Streitkräfte fühlte er sich dazu in hohem Masse berechtigt.

Neben der Queen und Mountbatten wurde seit dem zweiten Weltkrieg nur noch König Georg VI. im Jahre 1952 dieselbe Ehre zuteil.