«Tickende Zeitbombe»: Alpeninitiative fordert Ende der Gefahrenguttransporte über den Simplon

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Die Alpeninitiative fordert vom Bundesrat und dem Kanton Wallis ein sofortiges Ende der Gefahrenguttransporte über den Simplon. Diese sollen – wie bei anderen Alpenpässen – auf die Bahn verlagert werden.

14. Mai 2022, 15:59

Die Risiken für Mensch und Umwelt beim Transport von Gefahrengut über den rund 2000 Meter hohen Pass seien schlicht zu gross, begründet die Organisation ihre Forderung. «Die Unterstützerinnen und Unterstützer der Alpeninitiative haben die Geduld mit der Walliser Regierung verloren», heisst es in einer Mitteilung vom Samstag. Es sei nun an der Zeit, dass der Staatsrat des Bergkantons das «ungerechtfertigte Privileg» der Walliser Industrie beende und die Transporte wie andere Kantone auch verbiete.

An der Mitgliederversammlung der Alpeninitiative in Martigny haben deren Mitglieder gleichentags eine entsprechende Resolution verabschiedet. Zudem hat die Organisation eine Petition lanciert zum Verbot von Gefahrenguttransporten über den Simplonpass. Das Anliegen der Alpeninitiative ist dabei keineswegs neu. Bereits seit Jahren spricht sie im Zusammenhang mit den bis zu 11'000 Gefahrentransporten pro Jahr über den Simplonpass von einer «tickenden Zeitbombe». Im Bundeshaus sind dazu überdies bereits verschiedentlich Vorstösse eingereicht worden.

Wie die Alpeninitiative weiter mitteilt, ist die eben zurückgetretene Nationalrätin Regula Rytz (Grüne/BE) nach neun Jahren auch aus dem Vorstand der Alpeninitiative zurückgetreten. Neu in den Vorstand gewählt worden sind derweil die beiden Unterwalliser Nationalräte Emmanuel Amoos (SP) und Christophe Clivaz (Grüne). (sat)


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