Tausende nahmen am Zukunftstag teil

ZUKUNFTSTAG ⋅ In der Schweiz haben am Donnerstag Tausende von Mädchen und Knaben ihre Eltern an den Arbeitsplatz begleitet oder sich an Spezialprojekten beteiligt. Für Furore gesorgt hat gemäss dem Nationalen Zukunftstag vor allem das Programm "Ein Tag als Chefin".

Aktualisiert: 
08.11.2018, 17:24
08. November 2018, 16:27

3880 Betriebe, Organisationen, Berufsfachschulen und Hochschulen haben am Donnerstag ihre Türen geöffnet und interessierten Mädchen und Knaben die Vielfalt der Berufswelt entdecken lassen.

Einen Tag lang schnupperten die Kinder und Jugendlichen Berufsluft in Bereichen, die für sie bis jetzt unbekannt waren, um ihren Berufshorizont zu erweitern. Auch die Agentur Keystone-SDA bot einer Gruppe von Kindern Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit einer Nachrichtenagentur zu bekommen und dabei das Bundeshaus von innen kennen zu lernen.

Seit 18 Jahren zeigt der Projekttag jungen Menschen Perspektiven auf und ist zu einem bekannten und fest installierten Aktionstag geworden, wie die Organisation Nationaler Zukunftstag mitteilte.

2850 Unternehmen hatten sich dieses Jahr beim Grundprogramm registriert und Kinder von Mitarbeitenden eingeladen und sich für den beruflichen Nachwuchs engagiert. Da die Registrierung fakultativ war, dürfte die effektive Zahl der engagierten Unternehmen noch um einiges höher gewesen sein.

Insgesamt wurden 6600 Projektplätze angeboten - 1030 Betriebe, Fach- und Hochschulen führten ein Spezialprojekt durch. Besondere Beachtung habe das Programm "Ein Tag als Chefin" gefunden, hiess es. Rund 150 Führungsfrauen aus den verschiedensten Branchen hätten sich mit 500 Projektplätzen daran beteiligt.

Treffen mit Bundesratsmitgliedern

Drei Schülerinnen einer 7. Klasse konnten Bundesrätin Simonetta Sommaruga in ihrem Alltag begleitet. "Ich möchte die Mädchen motivieren, dass sie später den Sprung wagen und Führungsverantwortung wahrnehmen", liess sich die Justizministerin in der Mitteilung zitieren.

Und Bundesrat Ignazio Cassis zeigte den rund 80 Kindern, die den Zukunftstag im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verbrachten, das Sitzungszimmer der Landesregierung. Zudem erklärte er ihnen gemäss einer Mitteilung, wie ein Bundesrat arbeitet.

Die Kinder hätten sich beeindruckt gezeigt, dass der Aussenminister sich Zeit genommen habe für sie, schrieb das EDA. Eines von ihnen habe sogar Lust bekundet, selber einmal Bundesrat zu werden - oder sogar Bundespräsident, auch wenn man von 7 bis 23 Uhr arbeiten müsse.

Mädchen auf dem Bau

Der Schweizerische Baumeisterverband lancierte das Projekt "Mädchen - bauen - los!", um bei Mädchen das Interesse für die Bauberufe zu wecken. Für männliche Teilnehmende habe es neu Projekte wie "Ein Tag als Florist" oder "Ein Tag als Podologe" gegeben. Rasch ausgebucht gewesen seien die Themen "Abenteuer Schule geben", "Ein Tag als Pflegefachmann" sowie "Ein Tag als Profibetreuer in der Kita".

Der Zukunftstag ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen und -kommissionen von 18 Kantonen sowie den Städten Bern und Zürich und des Fürstentums Liechtenstein. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt. (sda)


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