Taskforce will neues Ampelsystem für Risikoländer

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Wieder mehr Quarantäne und Test bei der Ankunft. Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes will schärfere Regeln für die Einreise in die Schweiz.

22. Juli 2021, 12:00

Grün, rot, violett, grau. In diese Farbzonen will die wissenschaftliche Taskforce des Bundes die Welt einteilen. Mittels diesem Ampelsystem soll die Einschleppung des Coronavirus aus dem Ausland eingedämmt werden. Bedenkenlos ist dabei einzig die Variante «grün». Diese umfasst Länder, in denen die Anzahl der Coronafälle über 14 Tage unter 60 pro 100'000 Einwohner liegt. Liegt sie darüber, wäre das Land rot. Zirkuliert eine bedenkliche Variante in einem Land, so wäre es gemäss Taskforce violett und gibt es in einem Land nicht ausreichend Daten, so wäre es grau.

«Obligatorisch sollte die Quarantäne für Personen sein, die aus violetten, roten und grauen Ländern kommen», schreibt die Taskforce in ihrem aktuellesten Policy Brief. Zuerst hatte der «Blick» darüber berichtet. Pikant daran: Auch für Geimpfte könnte eine Quarantäne nötig sein – zumindest bei Einreise aus einem violetten Land. Dies, da auch geimpfte Personen das Virus übertragen könnten. Wer aus einem solchen Land einreist, muss zudem nach der Ankunft einen Test durchführen.

Weiter schlägt die Taskforce vor, dass zudem die Verwendung der SwissCovid-App oder anderer kompatibler Tracking-App obligatorisch wird für Rückkehrer aus einem nicht-grünen Land. Zugleich solle von Reisen in Länder der anderen Kategorien abgeraten werden. Die Taskforce kann zwar Vorschläge machen, entscheiden kann sie aber nicht. Die neuen Regeln hält die Taskforce unter anderem wegen der Verbreitung der Delta-Variante für nötig. Diese gehe einher mit Ansteckungen im Rahmen der Fussball-Europameisterschaft, wie es im Bericht heisst.


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