Süd- und Osteuropäer sind Nesthocker

TAG DER FAMILIE ⋅ Südeuropäer sind Muttersöhnchen und Nesthocker, lautet ein altes Vorurteil. Neue Zahlen der EU belegen: Das stimmt. Aber auch in Osteuropa wohnen zum Teil über die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen noch im "Hotel Mama". In der Schweiz sind es dagegen nur etwa 15 Prozent.

14. Mai 2019, 13:02

Am frühesten flügge werden die Skandinavier. Mehr als neun von zehn verlassen ihre Eltern vor dem 34. Altersjahr - Schweden durchschnittlich mit 18,5 Jahren, Dänen mit 21,1 und Finnen mit 22. In Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden und Estland ziehen die Männer immerhin durchschnittlich mit 25 von zu Hause aus. Das belegt eine Statistik des Europäischen Statistischen Amts Eurostat anlässlich des internationalen Tags der Familie vom Mittwoch (15. Mai).

Ausser in Schweden bleiben überall die Männer länger bei den Eltern wohnen als die Frauen. Europaweit leben mehr als ein Drittel der Söhne zwischen 25 und 34 Jahren noch zu Hause, von den Töchtern sind es nur ein Fünftel. In der Schweiz genossen 2016 gemäss Eurostat knapp ein Fünftel Männer und etwas mehr als ein Zehntel der Frauen in dieser Altersklasse die kostengünstige Unterbringung bei ihren Erzeugern. (sda)


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