Sozialdienst der Armee sprach weniger Unterstützungsgelder

SCHWEIZ (NACHRICHTEN) ⋅ Im vergangenen Jahr hat der Sozialdienst der Armee weniger Hilfsgelder ausbezahlt. Auch der Beratungsdienst wurde seltener genutzt. Die Bedürfnisse der Wehrpflichtigen haben sich nach der Coronapandemie wieder stabilisiert.

27. Juni 2022, 14:37

860’000 Franken hat der Sozialdienst der Armee (SDA) im Jahr 2021 an Angehörige der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes sowie an Militärpatienten und Hinterbliebene ausbezahlt. Das sind 320’000 Franken weniger als im Vorjahr, wie das Verteidigungsdepartement VBS am Montag mitteilte.

Des Weiteren seien die Beratungsangebote des SDA seltener in Anspruch genommen worden. Insgesamt gingen 3036 Anrufe ein im Vergleich zu deren 4445 im Vorjahr. Nach «intensiven Jahren unter Einfluss der Coronapandemie» haben sich die Bedürfnisse der Wehrpflichtigen somit wieder «stabilisiert», bilanziert das VBS.

Zusätzliche Sozialberater für den Fachstab

Die fünf hauptamtlichen Sozialberater haben 1690 Dossiers bearbeitet – 230 weniger als im Vorjahr. In 340 Fällen gewährten sie den Wehrpflichtigen eine materielle Hilfe, 2020 waren es noch 480 Fälle. In den anderen 1346 Fällen half der Sozialdienst dagegen mit einer Beratung, Vermittlung oder Betreuung. Zur finanziellen Unterstützung von Absolventen von Rekrutenschulen und Wiederholungskursen flossen insgesamt 516’746 Franken.

Gleichzeitig verkündet der SDA, dass er aufgrund von Erkenntnissen im Assistenzdienst während der Pandemie zusätzliche Sozialberaterinnen und Sozialberater für den Fachstab rekrutiert habe. Damit will der Sozialdienst künftig intensive Einsätze auch über eine längere Zeit sicherstellen. Heute besteht der Fachstab aus rund 60 Milizangehörigen, welche die Beratungen im Rahmen ihrer Wiederholungskurse durchführen.

Der Sozialdienst der Armee hilft den Wehrpflichtigen mit Beratungen bei familiären, finanziellen oder rechtlichen Fragen. Bei Bedarf gewährt er ihnen auch finanzielle Hilfen. (dpo)


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