Sitz im UNO-Sicherheitsrat: Schweiz wirbt mit langer Tradition der guten Dienste

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Aussenminister Ignazio Cassis hat am Freitag in Genf die Schweizer Kandidatur für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat lanciert. Punkten soll die Schweiz mit seiner langen Tradition der guten Dienste.

26. Juni 2020, 18:11

(rwa) «Wir wollen der UNO und dem Sicherheitsrat unsere lange Tradition der guten Dienste und unsere Fähigkeit, Kompromisse zu vermitteln, zur Verfügung stellen. Beides ist Teil der Schweizer DNA», sagte Bundesrat Cassis in seiner Rede anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Charta der Vereinten Nationen. Als Slogan hat das Aussendepartement «A Plus for Peace» gewählt. Die Grundlage für die Kandidatur der Schweiz ist laut Cassis das Engagement für eine gerechtere, friedlichere und letztlich lebenswertere Welt.

Aussenminister Cassis betonte, dass eine starke UNO auch im Interesse der Schweiz sei, weil diese eine Weltordnung benötige, die auf der Stärke des Rechts und nicht auf dem Recht des Stärkeren beruhe. Die UNO-Charta sei deshalb wichtig. Sie basiere auf den Werten von Frieden und Sicherheit, denen sich auch die Schweiz verschieben habe, sagte Cassis weiter.

Zur Feier des Jubiläums präsentierte er im Park des Palais des Nations ein riesiges Kunstwerks des schweizerisch-französischen Künstlers Saype. Das 6000 Quadratmeter grosse Gemälde, das hauptsächlich aus Kreide und Holzkohle bestehender Farbe gesprüht wurde, symbolisiere die gemeinsame Gestaltung der Zukunft, heisst es in einer Mitteilung des Aussendepartements.


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