Rote Boje als Symbol für Sorge um das Wasser

ALPINES MUSEUM ⋅ Das Alpine Museum hat am Mittwoch auf dem Lago della Piazza am Gotthard eine rote Boje mit über 7000 "Botschaften an die Zukunft" ausgewassert. Als Symbol für die Sorge um das Wasser bleibt die Boje bis ins Jahr 2051.

10. Juli 2019, 15:35

Die signalrote "Zeitkapsel" stammt aus der Ausstellung "Wasser unser. Sechs Entwürfe für die Zukunft", mit der das Alpine Museum von Ende 2016 bis anfangs 2018 die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Wasser in der Schweiz zum Thema machte.

In eigens für diesen Zweck gebauten Boje konnten die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher persönliche Wünsche, Fragen und Erkenntnisse rund ums Wasser an die Nachgeborenen weitergeben, wie das Alpine Museum der Schweiz in der Medienmitteilung in Erinnerung ruft.

So lautet eine der 7000 Botschaften: "Ich bin heute 70 Jahre alt und denke nicht, dass ich 2051 erleben werde. Den Nachgenerationen wünsche ich, dass noch gutes Wasser vorhanden ist. So lange ich lebe, werde ich mich einschränken und sorgsam damit umgehen in Gedanken an euch."

Symbolträchtiger Ort

Das Setzen der Boje im symbolträchtigen Gotthardmassiv - als "Wasserschloss Europas" bekannt - stand unter dem Patronat der Kantone Uri und Tessin. Am Gotthard entspringen die Flüsse Reuss, Ticino, Rhone und Rhein.

Der Lago della Piazza ist gemäss Mitteilung der zweite Ort auf dem Gotthard, an dem das Alpine Museum mit aktuellen Themen präsent ist. Direkt am Ufer des Sees liegt das seit 1986 existierende Gotthardmuseum, an dessen Neukonzeption das Alpine Museum aktiv beteiligt sei. (sda)


Login