Nach fast drei Jahren Verzögerung: «Mörser 16» geht in Serienproduktion

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Der «Mörser 16» soll 2024 ausgeliefert werden. Der Bund hat die entsprechenden Verträge mit den Herstellern unterzeichnet. Das Projekt hatte sich wegen Sicherheitsproblemen stark verzögert.

23. Februar 2021, 16:09

(wap) Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) hat mit dem Generalunternehmen GDELS-Mowag einen Vertrag über die Lieferung von 32 Mörsersystemen des Typs «Mörser 16» unterzeichnet. Dies gab Armasuisse am Dienstag bekannt. Damit können die beteiligten Unternehmen, darunter die Ruag und die Mowag, mit der Serienfertigung beginnen. Die ersten Systeme sollen 2024 an die Truppe ausgeliefert werden, so Armasuisse.

Ursprünglich hätte dies bereits 2018 geschehen sollen. Tests hatten aber gezeigt, dass das System zwar taktisch geeignet war, jedoch noch Sicherheitsmängel aufwies. Insgesamt betrage die Verzögerung 34 Monate, schreibt Armasuisse – fast drei Jahre. Das 2016 vom Parlament bewilligte Rüstungspaket umfasst neben 32 mit einem 12 cm-Mörser vom Typ Cobra bestückten Schützenpanzern des Typs Piranha IV auch zwölf Lastwagen, Munition, Logistikmaterial und die Anpassung von 16 bereits vorhandenen Führungsfahrzeugen. Budgetiert sind dafür insgesamt 404 Millionen Franken.

Die Mörsersysteme sollen eine Lücke im Dispositiv der Armee schliessen. Seit der Ausserdienststellung der alten Minenwerferpanzer 64/91 im Jahr 2010 verfügt die Armee über keine Systeme mehr, die 12-cm-Minen im Steilfeuer verschiessen können, um den Kampf im überbauten Gebiet zu unterstützen. Mit dem Mörser 16 stehe der Armee nun ein hochpräzises System zur Verfügung, so Armasuisse.

Die Mörser für das System werden von der Berner Ruag hergestellt, die Schützenpanzer von der Thurgauer Mowag.


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