Mängel an Klinik für Herzchirurgie: Kanton Zürich setzt Subkommission ein

SCHWEIZ ⋅ Die zuständige Aufsichtskommission des Kantons Zürich reagiert auf die Kritik am Leiter der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich (USZ). Sie will die Vorwürfe mit einer eigenen Kommission abklären.

29. Mai 2020, 11:00

(dpo) Wegen verschiedener Mängel hat das USZ den Direktor seiner Herzklinik bereits für drei Wochen beurlaubt und die Universität Zürich hat ein Verfahren wegen Verdacht auf Unlauterkeit in der Wissenschaft gegen den Klinikdirektor eingeleitet. Nun schaltet sich auch noch der Kanton Zürich ein. Wie die Aufsichtskommission für Bildung und Gesundheit am Freitag mitteilt, hat sie eine Subkommission eingesetzt, um die Anschuldigungen gegen den Leiter der Herzklinik zu untersuchen.

Der Herzchirurg soll unter anderem Operationsergebnisse geschönt und Komplikationen in wissenschaftlichen Publikationen ebenso verschwiegen haben wie Interessenkonflikte. Konkret soll der Klinikleiter an Firmen von Produkten, die er selber bei Operationen einsetzte, privat beteiligt sein. Publik gemacht haben die Mängel in der Herzchirurgie am USZ letzte Woche veröffentlichte Recherchen der Tamedia-Zeitungen. Ein darauf vom Unispital publizierter externer Prüfbericht listet die Vorwürfe im Detail auf.


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