Lebensmittelkontrolle: Mehrheit der CBD-Produkte als «nicht sicher» eingestuft

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Die Kantonschemikerinnen und -chemiker der Schweiz haben 100 CBD-Produkte genauer untersucht. Sie ziehen eine sehr schlechte Bilanz und sehen mangelnde Selbstkontrolle bei den Verkäufern.

01. Februar 2022, 12:59

Produkte mit Cannabidiol (CBD) sind beliebt. Im Gegensatz zum Cannabis-Wirkstoff THC untersteht CBD nicht dem Betäubungsmittelgesetz, weil es keine vergleichbare psychoaktive Wirkung hat. Ihm wird jedoch eine entspannende Wirkung nachgesagt. Neben CBD als Tabak-Ersatz bieten Händler auch zahlreiche Lebensmittel an, welche CBD enthalten. Der Verband der Kantonschemiker und Kantonschemikerinnen hat 100 davon untersucht, darunter Hanftees, Nahrungsergänzungsmittel, Kaugummis und Öle.

Die Ergebnisse zeigten «eine desolate Situation», wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Marktakteure würden «ihre Selbstkontrolle, zu der sie rechtlich verpflichtet sind, unzureichend oder gar nicht wahrnehmen». Von 100 untersuchten Produkten haben die Kantonschemiker 85 beanstandet. 73 wurden als «nicht sicher» eingestuft und mit einem Abgabeverbot belegt. Für 28 Produkte mussten Warenrückrufe angeordnet werden, weil sie gesundheitsgefährdend sind, schreibt der Verband.

Die Abgabeverbote und Rückrufe mussten wegen zu hoher THC-Gehalte oder der Verwendung nicht bewilligter Hanfextrakte ausgesprochen werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Nun sei es an den Verkäufern, die Situation zu verbessern, schreiben die Kantonschemikerinnen. «Die kantonalen Lebensmittelkontrollbehörden müssen dafür sorgen, dass dem Konsumentenschutz auch in Bezug auf Hanfprodukte Rechnung getragen wird». (agl)


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