«Kontaktlisten stellen kein Schutzkonzept dar»: Oberster Kantonsarzt will Clubs in die Pflicht nehmen

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Corona-Fälle in Clubs seien eine Belastung für das Contact-Tracing, sagt Rudolf Hauri, Präsident der Kantonsärztekonferenz. Er fordert mehr Investitionen in Schutzkonzepte, ansonsten müsse man Schliessungen in Betracht ziehen.

27. Juli 2020, 06:47

(wap) Wie sich gezeigt habe, belasteten Corona-Ansteckungen in Clubs das Contact-Tracing der Kantone sehr stark, sagt Rudolf Hauri, Kantonsarzt von Zug und Präsident der Kantonsärztekonferenz in einem am Montag in «20 Minuten» veröffentlichten Interview. Dabei gehe es nicht nur um epidemiologische Fragen, sondern auch um den personellen und finanziellen Aufwand. Die Clubs müssten deshalb bereit sein, in die Umsetzung und Durchsetzung von Schutzkonzepten zu investieren.

«Kontaktlisten selbst stellen kein Schutzkonzept dar», sagt Hauri. Die Frage nach einer Schliessung der Clubs sei derzeit berechtigt. Es komme nun auf die Fallzahlen an. «Sollten sich die Schutzkonzepte und insbesondere deren Einhaltung als unzureichend für die Verhinderung der Virusausbreitung erweisen, so bleibt bei ansteigenden Fallzahlen wohl bald einmal nur die Schliessung», sagt Hauri.


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