Kampfjet-Offerten kommen wegen Corona erst im November

SCHWEIZ ⋅ Die Hersteller haben wegen der Pandemie drei Monate länger Zeit, ihre Offerten einzureichen. Auf den Fahrplan der Beschaffung des neuen Kampfjets habe dies aber keinen Einfluss, so das VBS.

12. Mai 2020, 16:45

(wap) Da wegen Reisebeschränkungen und Home-Office bei den Herstellern derzeit keine physischen Gespräche möglich sind, will das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bei den Offerten für den neuen Kampfjet und das neue Boden-Luft-Abwehrsystem bis nach dem Sommer zuwarten.

Die Anbieter hätten drei Monate zusätzlich Zeit, um ihre Offerten einzureichen, schreibt das VBS in einer Mitteilung. Im Rennen sind derzeit Airbus mit dem Eurofighter, die französische Dassault mit der Rafale und die amerikanischen Hersteller Boeing und Lockheed. Die Regelung betrifft auch die Neubeschaffungen für die Boden-Luft-Verteidigung, bei der sich die Schweiz zwischen einem französischen und einem amerikanischen System entscheiden wird.

Wie das VBS mitteilt, seien bei diesen Beschaffungen persönliche Gespräche mit Vertretern der Schweizer Industrie unerlässlich. Dabei gehe es auch um Gegengeschäfte. Telefon- und Videokonferenzen seien wegen dem geheimen Charakter dieser Gespräche ausgeschlossen.
Insgesamt werde der Fahrplan für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und einer neuen Boden-Luft-Verteidigung nicht angetastet.


Login