Juso Schweiz beschliessen «kritisches Ja» zum CO2-Gesetz

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Auch wenn das vom Parlament verabschiedete CO2-Gesetz den Juso Schweiz zu wenig weit geht, haben sie die Ja-Parole beschlossen. Neu ins Leitungsgremium gewählt wurde Leandra Columberg.

20. Februar 2021, 17:18

(wap) Der Entscheid für die Ja-Parole zum CO2-Gesetz fiel mit 94 zu 23 Stimmen, wie die Partei am Samstagabend mitteilte. Die Juso hatten ihre Jahresversammlung wegen der Pandemie online abgehalten. Das Gesetz sei ein erster Schritt, aber nicht mehr, wird Präsidentin Ronja Jansen in der Mitteilung zitiert: «Für echte Klimagerechtigkeit müssen wir weiter gehen, endlich auch den zerstörerischen Schweizer Finanzplatz an die Leine nehmen und das reichste Prozent für ihre Klimazerstörung zur Verantwortung zu ziehen.» Ebenfalls die Ja-Parole haben die Juso zur Trinkwasser- und zur Pestizid-Initative gefasst.

Neu in die Geschäftsleitung der Jungpartei gewählt wurde die Zürcher Kantonsrätin Leandra Columberg. Sie ersetzt Barbara Keller von der SP Bern, die nach langjährigem Engagement aus der Geschäftsleitung verabschiedet wurde. Die bisherigen Mitglieder wurden bestätigt.

Weiter beschloss die Partei, das «Unterstützungsnetzwerk gegen rassistische, antisemitische, rechtsradikale, homo- und transphobe Attacken in den sozialen Netzwerken» zu stärken. Jansen warnte vor «erstarkenden rechtsextremen und faschistoiden Bewegungen.» Ins Visier nahm sie dabei die SVP: Mit dem «Märchen der Coronadiktatur» werde der Boden für «faschistoide und antidemokratische Angriffe bereitet, wie wir sie vor kurzen beim Capitol in den USA gesehen haben», so Jansen.


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