Hohe Siedlungsqualität: Wakkerpreis geht an Waadtländer Gemeinde Prangins

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Die Gemeinde Prangins am Genfersee erhält den diesjährigen Wakkerpreis. Der Heimatschutz würdigt damit das «zukunftsweisende Modell für die Raumplanung».

12. Januar 2021, 10:17

(rwa) Die Gemeinde Prangins liegt mitten im stark wachsenden Ballungsraum zwischen Lausanne und Genf. Dem anhaltenden Siedlungsdruck begegne sie jedoch mit gezielten Investitionen in die Pflege und Aufwertung der bestehenden baukulturellen und landschaftlichen Qualitäten und schaffe damit Mehrwerte für alle, begründet der Schweizer Heimatschutz seinen Entscheid in einer Mitteilung vom Dienstag.

Im Bundesinventar ist Prangins als Ortsbild von nationaler Bedeutung aufgeführt. Als besonders schützenswert gilt laut Mitteilung nicht nur das barocke Schloss, sondern auch der historische Ortskern. Die Gemeinde Prangins habe sich entschieden, ihre Siedlungsentwicklung auf diesen historisch gewachsenen Werten aufzubauen, diese zu stärken und weiterzuentwickeln. Ziel sei es, das künftige Bevölkerungswachstum mit einer hohen Siedlungsqualität zu verbinden, heisst es weiter.

Besondere Leistungen bei der Siedlungsentwicklung

Der Schweizer Heimatschutz vergibt jährlich einer politischen Gemeinde oder in Ausnahmefällen Organisationen oder Vereinigungen den mit 20'000 Franken dotierten Wakkerpreis. Der Preis zeichnet Gemeinden aus, die bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Dazu zählen die Förderung gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche Ortsplanung, die Rücksicht auf die Anliegen der Umwelt nimmt.

Im vergangenen Jahr wurde Baden mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet. Preisträger in den letzten Jahren waren zudem unter anderem Langenthal, Sempach, Aarau, Köniz und Altdorf.


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