Finanzhilfen für Sensibilisierung: Bundesrat stärkt Kinderrechte in der Justiz

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Wer mit Kindern arbeitet, soll deren Rechte kennen und sich danach ausrichten. Organisationen sollen für diese Ausbildung Geld erhalten. Damit setzt der Bundesrat eine Empfehlung der UNO um.

05. März 2021, 11:18

(rwa) Richterinnen, Anwälte, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Polizistinnen, Lehrer, Migrationsfachpersonen und weitere Fachleute sollen den Kinderrechten in ihrem Berufsalltag Rechnung tragen können. Nach Ansicht des Bundesrates sollen die verschiedenen Berufsgruppen das Thema Kinderrechte in die Aus- und Weiterbildung aufnehmen.

Konkret hat der Bundesrat am Freitag entschieden, Organisationen, die in diesem Bereich Sensibilisierungsarbeit leisten, während fünf Jahren mit Finanzhilfen zu unterstützen. Jährlich stehen dafür 200'000 Franken zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) heisst.

Als wichtig erachtet der Bundesrat vor allem die altersgerechte Anhörung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen. Diese leistet bei Entscheiden von Gerichten oder Kindesschutzbehörden einen wesentlichen Beitrag, um dem Kindeswohl besser gerecht zu werden. Als Beispiele führt der Bundesrat Scheidungen, Kindeswohlgefährdungen oder ausserfamiliäre Unterbringungen an.


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