Covid-Taskforce befürwortet erweiterte Maskenpflicht

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Ein Mitglied der wissenschaftlichen Taskforce zur Bekämpfung des Coronavirus fordert, die Maskenpflicht nicht nur auf den öffentlichen Verkehr zu beschränken. Er schlägt eine flexible Ausdehnung vor.

26. Juli 2020, 10:11

(gb.) In der Schweiz gilt seit dem 6. Juli eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil die Coronazahlen seither angestiegen sind, schlägt der Basler Infektiologe Manuel Battegay vor, die Maskenpflicht auszudehnen, wie er gegenüber der Sonntagszeitung sagt. «Der Augenblick ist da, gerade wenn wir über weitere Lockerungen nachdenken, Masken zusätzlich zu Hygiene und Abstand in Schutzkonzepte einzubeziehen.» Battegay ist Mitglied der wissenschaftlichen Taskforce zur Bekämpfung des Coronavirus.

Auf welche Räume und Bereiche man die Maskenpflicht ausdehnen sollte, lässt Battegay offen. Ihm schwebt eine flexible Handhabung vor. «Je höher die Infektionsrate, desto ausgedehnter die Maskenpflicht», sagt er in der Sonntagszeitung. Die Annahme, dass Masken den Träger als auch andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, erhärtet sich laut Battegay immer mehr.

Der Kanton Genf hat vergangene Woche angekündigt, eine Maskenpflicht in Einkaufsgeschäften einzuführen. Diese ist in den Kantonen Jura und Waadt bereits Realität. Das Tessin verpflichtet seit vergangener Woche Service-Angestellte zum Tragen einer Maske, sofern keine anderen Schutzvorrichtungen vorhanden sind. Und der Kanton Luzern hat eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler an Kantons- und Berufsschulen beschlossen.


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