Bundesrat Ignazio Cassis macht sich gegen die Todesstrafe stark

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ An einer hochrangigen Podiumsdiskussion bezeichnete Bundesrat Ignazio Cassis die Todesstrafe als schwere Verletzung der Menschenrechte und der Menschenwürde.

23. Februar 2021, 13:24

(wap) Die Zahl der Länder, in denen die Todesstrafe abgeschafft wird, hört nicht auf zu wachsen, sagte Bundesrat Ignazio Cassis laut einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Dies sei erfreulich. Die Schweiz lehne die Todesstrafe unter allen Umständen und an allen Orten ab. Sie verletze die Menschenrechte, namentlich das Recht auf Leben, und die Menschenwürde.

Die Todesstrafe habe keine abschreckende Wirkung und verhindere keine Straftaten, so Cassis weiter. Auch gegen Terrorismus und gewalttätigen Extremismus helfe sie nicht. Die Schweiz werde sich weiterhin für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe einsetzen. Im September werde sie dem UNO-Menschenrechtsrat eine neue Resolution vorlegen, dies zusammen mit den Unterstützerstaaten Belgien, Frankreich, Moldawien, Mexiko, Costa Rica, Benin und der Mongolei.

Die Schweiz fordert im UNO-Menschenrechtsrat, der dieser Tage in Genf tagt, seit längerem ein weltweites Moratorium bei der Vollstreckung von Todesstrafen.


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