Bund soll neu dauerhaft für die Schaffung von Kita-Plätzen bezahlen

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Bislang war das Impulsprogramm für die Schaffung von Betreuungsplätzen befristet. Nun soll der Bund diese stetig unterstützen. Das verlangt eine Kommissionsinitiative.

19. Februar 2021, 17:09

(abi) Die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) möchte dem Bund neue Kompetenzen im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik zuschreiben, teilte sie am Freitag mit. Konkret geht es dabei um das Ende einer schier unendlichen Geschichte: das Impulsprogramm für die Schaffung von Betreuungsplätzen. Dieses zeitlich befristete Programm wurden schon mehrmals verlängert.

Damit soll nun Schluss sein, wenn es nach der WBK-N geht. Sie will das Impulsprogramm in eine stetige Unterstützung überführen und deshalb mit 15 zu 9 Stimmen eine entsprechende Kommissionsinitiative eingereicht. Die Kommission sei vom vielfältigen Nutzen einer solchen Unterstützung überzeugt und sehe den Bund in der Pflicht. Damit soll eine massgebliche Vergünstigung der Elternbeiträge und eine Verbesserung der frühkindlichen Bildung bewirkt werden. Zudem wolle die WBK-N die Entwicklungschancen der Kinder erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Die SP zeigt sich in einer Mitteilung erfreut über den Entscheid der Kommission. «Dieser Schritt ist längst fällig», wird SP-Nationalrat Matthias Aebischer (BE) zitiert. «Die Weichen für die Zukunft werden nämlich gerade in den frühen Jahren gestellt.» Aus pädagogischer Sicht sei klar, dass oft nicht mehr wettgemacht werden könne, was in den ersten paar Jahren nach der Geburt verpasst werde.


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