Beratungsstelle für Unfallverhütung gibt Tipps für den Kindertransport auf dem Velo

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Grundsätzlich sind Anhänger sicherer für Kinder als der Velo-Kindersitz, sagt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Bei allen Transportvarianten gibt es aber Elemente, welche die Sicherheit erhöhen.

15. September 2020, 14:09

(agl) Um schwere Unfälle beim Velotransport zu verhindern und die Sicherheit für alle zu erhöhen, weitet die BFU ihr Engagement im Bereich Produktesicherheit aus, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Vorteile des Anhängers seien, dass das Kind bei einem Unfall nicht aus der hohen Sitzposition auf die Strasse falle. «Bei den meisten Kollisionsunfällen wird der Anhänger nur zur Seite geschoben und kippt nicht um», schreibt die BFU.

Beim Kauf von Anhängern gilt es gemäss der Mitteilung insbesondere auf die Angaben zum Hersteller sowie die Norm EN 15918 zu achten. Wichtig sei die Robustheit des Anhängers, die Sitzposition sowie die Kopffreiheit. Zudem können ein Wimpel und ein rotes Rücklicht am Anhänger für bessere Sichtbarkeit sorgen.

Kinder und Eltern sollten beim Transport einen Helm tragen

Für sämtliche Transportvarianten, also auch für den Kindersitz oder das Cargobike, ist gemäss der BFU entscheidend, dass diese über zertifizierte Sicherheitsgurte für jedes transportierte Kind verfügen. Ausserdem muss der Transportsitz des Kindes so abgesichert sein, dass dieses nicht mit Händen oder Füssen ans Rad oder in die Speichen geraten kann. Beim Velo-Kindersitz braucht es dazu verstellbare Fussstützen mit Riemen zur Befestigung, gute Produkte erfüllen gemäss der BFU die Norm EN 14344.

Ungeachtet der Transportvariante sollten Kinder und Eltern während der Fahrt auf jeden Fall einen Helm tragen, um schwere Kopfverletzungen zu verhindern, schreibt die BFU weiter. Weiter wichtig sei ein stabiles Zugfahrrad mit guten Bremsen.


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