Ärzte und Apotheken sollen nur noch die billigsten Medikamente abgeben

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Die zuständige Nationalratskommission beantragt eine neue Sparmassnahme im Gesundheitswesen: In Zukunft soll der Preis entscheiden, welche Medikamente verschrieben werden.

29. Juni 2020, 11:26

(wap) Wenn für die Behandlung einer Krankheit mehrere Medikamente gleich gut geeignet sind, sollen Apotheken und selbstdispensierende Ärzte immer das billigste abgeben müssen. Diese Regelung will die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit einführen, wie die Parlamentsdienste am Montag mitteilten. Falls Patienten dies nicht wollen, müssten sie den Aufpreis selbst bezahlen. Weiter soll der Vertriebsanteil für austauschbare Medikamente fix sein und sich am günstigsen Produkt orientieren.

Die Kommission unterstützt damit einen Vorschlag des Bundesrates, der im zweiten Massnahmenpaket zur Kostendämpfung in der Krankenversicherung enthalten ist. Das erste Paket war vom Parlament in der Sommersession verabschiedet worden.


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