Abstimmungen vom 27. September: Medien berichten kaum über Kinderabzüge

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Eine Analyse zeigt, dass die Vorlage für höhere Kinderabzüge im Vorfeld der Abstimmungen vom 27. September medial kaum Beachtung findet. Am häufigsten berichten die Medien über die Begrenzungsinitiative.

17. September 2020, 08:12

(dpo) Von den fünf eidgenössischen Vorlagen, über die das Volk am 27. September bestimmt, findet die Erhöhung der Kinderabzüge in den Medien am wenigsten Beachtung. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse von Année Politique Suisse am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Seit 2017 sei in den Zeitungen nur über die neue Finanzordnung noch weniger berichtet worden als über die Vorlage zu den Kinderabzügen. Dagegen berichteten die Medien über die Begrenzungsinitiative in den letzten sieben Wochen deutlich häufiger als über die anderen vier Vorlagen, schreibt Année Politique Suisse.

Am meisten Inserate zum Jagdgesetz

Nebst der Medienberichterstattung zu den eidgenössischen Vorlagen hat Année Politique Suisse auch das Werbeaufkommen in den Printmedien untersucht. Demnach finde sich in den Zeitungen eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Inseraten zum Jagdgesetz, wobei die Gegner der Vorlage deutlich mehr Inserate geschaltet hätten als die Befürworter.

Verglichen mit der medialen Berichterstattung über die Begrenzungsinitiative fällt die Anzahl der Inserate zum SVP-Begehrens «vergleichsweise gering» aus, heisst es in der Mitteilung. Die Vorlagen zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und zum Vaterschaftsurlaub seien ebenfalls unterdurchschnittlich beworben worden.

Année Politique Suisse untersucht seit 2013 die Kampagnentätigkeit im Vorfeld eidgenössischer Abstimmungen. Seit 2019 nebst den Zeitungsinseraten auch die redaktionelle Berichterstattung in den Zeitungen analysiert.


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