Keine minderjährigen Gucci-Models mehr

MODE ⋅ Der französische Luxuskonzern Kering hat sich verpflichtet, keine minderjährigen Models mehr als Erwachsene bei Fotoaufnahmen oder Modeshows posieren zu lassen. Zum Unternehmen gehören unter anderem die Luxus-Marken "Gucci" und "Yves Saint Laurent".

15. Mai 2019, 13:21

Die Vorgabe werde in den Modehäusern ab der Herbst/Winterkollektion 2020 umgesetzt, teilte Kering am Mittwoch mit. Der Konzern sei sich bewusst, welchen Einfluss die Fotos der Marken auf junge Menschen hätten, sagte Kering-Chef François-Henri Pinault. Er hoffe, dass andere Verantwortliche in der Branche dem Beispiel folgten, so Pinault.

Kering hatte bereits 2017 gemeinsam mit dem ebenfalls französischen Luxusunternehmen LVMH (Louis Vuitton - Moët-Hennessy) eine "Charta für das Wohlbefinden von Models" ins Leben gerufen. Diese besagte, dass Models unter 16 Jahren bei Schauen oder Fotoshootings der Marken nicht als Erwachsene dargestellt werden dürften.

Ausserdem wurde der Nachweis von Gesundheitszertifikaten für die Models umgesetzt, der in Frankreich gesetzlich vorgeschrieben ist. Den Marken der beiden Luxuskonzerne wurde in der Vergangenheit immer wieder Sexismus und Magerwahn vorgeworfen. 2016 verbot beispielsweise die britische Werbeaufsicht einen Clip von "Gucci", da sie die gezeigten Models darin zu dünn fand. (sda/dpa)


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