Hagel und Starkregen in der Nordwestschweiz

UNWETTER ⋅ Eine Gewitterzelle mit Hagel, Starkregen und Sturmböen ist laut SRF Meteo in der Nacht auf Montag über die Nordwestschweiz gezogen. Die Schäden blieben jedoch nach einer ersten Bilanz gering.

Aktualisiert: 
27.06.2022, 04:42
27. Juni 2022, 00:37

Von den nächtlichen Gewittern betroffen waren die Kantone Jura, Baselland, Basel, Aargau und Schaffhausen. Die Front zog von Südwest nach Nordost und bewege sich mit einer Geschwindigkeit von 79 Kilometern pro Stunde, wie Meteocentrale bekanntgab.

Das Zentrum befand sich in Alle in der Region Ajoie. Dort sind laut SRF Meteo Hagelkörner mit einem Durchmesser von 3 bis 5 Zentimeter gemeldet worden.

Einen Rekord verzeichnete Fahy im Bezirk Pruntrut JU. Um Mitternacht fiel dort innert 10 Minuten 20,5 Millimeter Regen. Seit den automatischen Messungen 1981 wurden dort noch nie so hohe Regenmengen innert so kurzer Zeit registriert.

Die Gewitterzelle zog anschliessend weiter über Basel in den Aargau und nach Schaffhausen. Meteocentrale gab für Basel eine Warnstufe violett heraus. Das ist die höchste Alarmstufe. Der Schwerpunkt befand sich im französischen Hégenheim westlich von Basel.

Es gab laut SRF Meteo bis am frühen Montagmorgen über 6000 Blitze. Schwere Sturmböen waren in Würenlingen AG mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde zu verzeichnen. Hagel gab es vor allem in den Kantonen Jura und Baselland, wie ein Blick auf den Wetterradar von MeteoSchweiz zeigt.

Gemessen an den Warnungen hielten sich die Schäden in Grenzen. In Basel-Stadt musste die Feuerwehr in einmal Fall ausrücken, um Wasser aus einem Gebäude abzupumpen. In der Polizeizentrale herrschte Normalbetrieb, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Während in der Nordwestschweiz laut SRF Meteo Starkregen und Hagel einen Temperatursturz auf rund 15 Grad brachten, war es im Urner Reusstal, im Glarnerland und im Rheintal mit kräftigem Föhn noch zwischen 27 und 29 Grad warm. (sda)


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