Grosse Lawinengefahr in östlichen Alpen

WETTER ⋅ Der Schnee hat vor allem die Innerschweiz, den östlichen Alpenhauptkamm und das nördliche Graubünden im Griff: Für diese Regionen hat das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) die Lawinengefahr auf die zweithöchste Gefahrenstufe angehoben.

09. Januar 2019, 17:58

Lawinen können dort sehr leicht ausgelöst werden. Zu erwarten seien "grosse und vereinzelt sehr grosse Lawinen", dies besonders in der Nacht, heisst es im Lawinenbulletin vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF). Deshalb können exponierte Teile von Verkehrswegen gefährdet sein. Und für Schneesport abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse "sehr kritisch", so das SLF.

Die Gefahr ist am Mittwoch um 17 Uhr auf der Skala von fünf Stufen von der dritten auf die vierte Stufe angehoben worden und gilt bis Donnerstag.

Damit gilt für diese Gebiete die gleiche Gefahrenstufe wie bereits zu Beginn der Woche. Für Dienstag und Mittwoch war die Gefahrenstufe dann von "gross" auf "erheblich" gesenkt worden.

"Erheblich" ist die Lawinengefahr nach wie vor in den Waadtländer Alpen, im Wallis, im Berner Oberland und am Alpenkamm bis St. Gallen. In diesen Gebieten können Lawinen an vielen Stellen schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst und gefährlich gross werden, schreibt das SLF. In allen übrigen Gebieten, in Südbünden, im Tessin und im Jura gilt "mässige" Lawinengefahr.

Für die Nacht ist Schnee bis in tiefe Lagen prognostiziert; der Schneefall wird am Morgen im Westen und inneralpin enden. Am zentralen und östlichen Alpennordhang sowie in Nordbünden wird es auch am Donnerstag noch etwas schneien. Dort werden bis Donnerstagnachmittag 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. (sda)


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