83-jähriger Frau 90'000 Franken abgeknöpft

KRIMINALITÄT ⋅ Kriminelle haben am Freitag einer 83-jährigen Frau in St. Gallen 90'000 Franken Bargeld abgeknöpft. Sie gaben sich als Polizisten aus und forderten das Geld wegen eines angeblichen Unfalls der Tochter.

01. August 2020, 10:54

Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Samstag hatte die Frau am Freitagvormittag einen Anruf erhalten. Ein Anrufer, der sich als Polizist ausgegeben habe, habe ihr mitgeteilt, dass ihre Tochter einen schweren Unfall gehabt habe und jetzt 90'000 Franken brauche, um wieder nach Hause zu können.

Die Frau organisierte laut Polizeiangaben das Geld und übergab dieses kurz nach dem Mittag einer unbekannten rund 50 bis 60-jährigen Frau. Diese habe ungepflegt gewirkt und Schweizerdeutsch mit St.Galler Dialekt gesprochen.

Als die Frau wieder zu Hause gewesen sei, habe sich der angebliche Polizist erneut gemeldet und weiteres Geld angefordert. Bei dem erneuten Geldbezugsversuch bei der Bank habe diese den Betrug bemerkt und die Kantonspolizei St. Gallen verständigt.

Die Kantonspolizei ruft zu Misstrauen auf, auf Geldforderungen sollte nie eingegangen werden und bei Druckversuchen das Telefon aufgelegt werden. Bei Anrufen sollten Kontrollfragen gestellt werden, die fremde Personen nicht beantworten könnten. Jüngere Generationen sollten Seniorinnen und Senioren im persönlichen Umfeld über solche Betrugsmaschen informieren. (sda)


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