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Rassismus

Roberto Blanco hat noch nie Rassismus erlebt

Schlagersänger Roberto Blanco (86) hat laut eigenen Aussagen selber noch nie Rassismus erlebt. Der einstige Kubaner - jetzt mit Deutschem und Schweizer Pass - sagte den CH-Media-Zeitungen: "Natürlich hatte ich auch Glück."
Bild: KEYSTONE/EPA/DANIEL KARMANN

"Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn du nett zu den Leuten bist, sie auch nett zu dir sind", sagte er. "Auf diesem Planeten sind wir nur Gast auf Zeit. Ich habe gelernt, dass man das Beste aus dieser Zeit machen und sich als Gast benehmen soll."

Als Kind sei er in einem Nonnen-Internat in Beirut der einzige Bube mit 700 Mädchen gewesen. "Es war das Paradies." Danach lebte er in Spanien in einem Bubeninternat. "An beiden Orten war ich der einzige Farbige. Doch ich wurde gehätschelt und umsorgt, war der Liebling und Star."

Heute lebt der Sänger ("Ein bisschen Spass muss sein") mit seiner zweiten Frau Luzandra im thurgauischen Salenstein. Seit 26 Jahren hat er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Er fühlt sich gut integriert. Nur mit der lokalen Sprache hapert es noch. "Ich verstehe leider kein Schweizerdeutsch", sagte er. Zuletzt war er auf Promotionstour für das Theaterstück "Monsieur Claude und seine Töchter" nach dem gleichnamigen Film. (sda)