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58. Solothurner Filmtage

Kinopublikum soll sich vor Ort treffen

Starke Geschichten, unkonventionelle Erzählweisen, auffallend viele Spielfilme - und das alles vor Ort: Am Dienstagmorgen haben die Solothurner Filmtage das Programm der 58. Ausgabe bekanntgegeben.
Bild: Keystone/GAETAN BALLY

Die Solothurner Filmtage sind einmal mehr nicht nur eine aktuelle Werkschau des Schweizer Films, sondern auch ein Spiegel der Welt. Themen wie der Krieg und damit auch der Kampf für Menschenrechte und die Demokratie stehen im Fokus der nächsten Ausgabe, die vom 18. bis 25. Januar 2023 stattfindet.

Besonders auffallend sei in diesem Jahr die hohe Anzahl Spielfilme sowie Filme über starke Frauenfiguren und die Generationenfrage, sagte Niccolò Castelli, Künstlerischer Leiter der Solothurner Filmtage, an der Medienkonferenz vom Dienstag. Die schweizerisch-ägyptische Koproduktion "Big Little Women" von Nadia Fares etwa behandelt den generationenübergreifenden Kampf von Frauen gegen patriarchalische Verbote.

Sieben von den insgesamt 217 selektionierten Werken (eingereicht wurden 642) wurden für den Prix de Soleure, den mit 60'000 höchstdotierten Filmpreis der Schweiz, nominiert. Darunter "Big Little Women", der Eröffnungsfilm "This Kind Of Hope" von Pawel Siczek "The Land Within" von Fisnik Maxville. Letzterer erzählt die Geschichte von Remo, der nach Jahren des Exils in sein Heimatland Kosovo zurückkehrt, um seiner Cousine bei der Exhumierung eines Massengrabes zu helfen.

Die Sektion Opera Prima, in der Erstlingswerke im Langfilmbereich ausgezeichnet werden, zeigt laut Castelli "ein Bedürfnis junger Filmemacherinnen und Filmemacher, nach der Pandemie nach Beziehungen zu suchen". Als Beispiel dafür nennt er "Réduit" von Leon Schwitter, ein Spielfilm über einen Vater und einen Sohn, die sich im Urlaub in den Bergen besser kennenlernen.

Es sei ein Anliegen der Solothurner Filmtage, aktuelle Themen nicht nur mittels der Auswahl der Filme aufzuwerfen. Es soll auch diskutiert werden. Dafür etwa steht zum einen die neue Gesprächsreihe "Fare Cinema", in der Themen, die die gezeigten Filme anbieten, weiterdiskutiert werden. Im Weiteren sollen die Solothurner Filmtage für das Kinopublikum bewusst vor Ort und nicht hybrid stattfinden. (sda)

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