Jean-Luc Godard: Preis für Filmarchivierung

AUSZEICHNUNG ⋅ Der französisch-schweizerische Regisseur und Drehbuchautor Jean-Luc Godard wurde am Donnerstag mit dem Preis 2019 der Internationalen Vereinigung der Filmarchive (FIAF) geehrt. Der Preis würdigt sein Interesse an der Arbeit des Archivs.

12. April 2019, 11:41

Mit diesem Preis, der 2001 erstmals an Martin Scorsese verliehen worden ist, werden Persönlichkeiten aus der Welt des Filmschaffens aus der Perspektive der Welt des Archivs geehrt. Ausgezeichnet wurden bis anhin etwa Ingmar Bergman (2003), Agnès Varda (2013) oder Jean-Peirre und Luc Dardenne (2016).

2019 erhält den Preis der 1930 in Paris geborene und heute in La Côte wohnhafte Jean-Luc Gordard. Das FIAF bezeichnete ihn in einer Mitteilung von Freitag als einen der bedeutendsten Filmemacher der Welt. Das Kino prägte er mit filmtechnisch innovativen und in der Regel gesellschaftskritischen Filmen wie "A bout de souffle" (1960), "Le Petit Soldat" (1961), "Le Mépris" (1963) oder "Pierrot le fou" (1965). Godard war Teil der sogenannten Nouvelle Vague. 2010 erhielt er den Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

Godard hat den Preis am Jahreskongress des internationalen Filmarchivar-Verbandes Lausanne entgegengenommen. Er widmete ihn dem Andenken an Iris Barry, der ersten Direktorin der Filmabteilung des Museum of Modern Art in New York und eine der Gründerinnen des FIAF. (sda)


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