notifications
Zwischenruf

Comeback aus der Sommerpause: Wie Roger Federer Dominic Deville fast in die Knie zwang

Ein kranker Dominic Deville, ein Roger Federer, der mit seinem Rückzug aus der Tenniswelt alle Gags zunichte machte: Die erste Folge der 14. Staffel der SRF-Late-Night-Show «Deville» musste gegen viele Widerstände ankämpfen. Vielleicht auch deshalb kam eine Sendung wie aus einem Guss heraus. 

Die Queen war gerade acht Tage tot, und das Kreativteam um Dominic Deville, über dessen Ende in den letzten Monaten immer mal wieder spekuliert worden war, stolz, wenigstens die britische ­Regentin überlebt zu haben, als man am letzten Donnerstag die erste Folge der 14. Staffel aufzeichnen wollte.

Doch dann dankte pünktlich zum Aufzeichnungsstart King Roger ab und verliess den Tennis-Thron. Die Gagschreiber der Sendung standen vor einem kreativen Scherbenhaufen. Glaubt man Comedian Gabriel Vetter, festes Mitglied des Teams, muss vor der Aufzeichnung ein kreativer Tsunami durch das Aufnahmestudio gewirbelt sein: Innert kürzester Zeit habe die «Deville»-Crew, bei der Slampoet Kilian Ziegler neu aus dem Bahnhofbuffet Olten zugeschaltet wird, die komplette Sendung umgeschrieben. Man habe sich Federer-Gags «noch und nöcher aus den Köpfen gewürgt», «während der Chef, auf dem viel zu kurzen Backstage-Sofa eingepfercht liegend, mit Bett- flasche auf dem Bauch und etwa vierzig Pfund Neocitran im Grind, versuchte, seinem Kör- per einzureden, dass er gesund sei», schrieb Gabriel Vetter letzte Woche auf Facebook.

Verrückterweise ist dem Ergebnis diese vorangegangene Feuerwehrübung überhaupt nicht anzusehen. Im Gegenteil: Die erste Folge nach der Sommerpause, die am Sonntag ausgestrahlt wurde, wirkte wie aus einem Guss. Sportlich hatte das Team Federer gleich mit ins königliche Team geholt. Schliesslich, so Deville, hätten Federer und die Queen eine starke Vor- und Rückhand besessen – anders als Federer habe die Monarchin sich diese beim royalen Winken hart erarbeitet.

Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer ist die Queen im Bundeshaus?

Aussenreporterin Patti Basler versuchte auf dem Bundesplatz unter den Parlamentariern die Queen im Bundeshaus zu ermitteln. Im Kampf um die Krone gab es eigentlich nur zwei echte Anwärterinnen, da war sich das Fussvolk unheimlich einig: Jacqueline Badran oder Magdalena Martullo-Blocher. Und Bundesrat Ignazio Cassis bekam für seine auf zwanzig Minuten geplante und schliesslich vierzig Minuten dauernde Audienz bei der Queen im April sein Fett weg («Tut mir leid zu hören, dass die Queen am Schluss nochmals so leiden musste»).

Souverän navigierte Dominic Deville durch die drei Abstimmungsvorlagen. Es scheint, als bewege er sich anders als die Queen erst noch auf den Höhepunkt seiner Karriere zu.

Nächste Sendung: SRF1, 25.09., 21:45 Uhr.

Kommentare (0)