Feuer auf Euböa eingedämmt

GRIECHENLAND - BRÄNDE ⋅ Nach drei Tagen können die Menschen auf der zweitgrössten griechischen Insel Euböa wieder hoffen. Die seit Tagen tobenden Flammen sind eingedämmt. Gebannt ist die Gefahr aber noch nicht.

14. August 2019, 12:53

Die Feuerwehr hat den seit drei Tagen auf Euböa tobenden Waldbrand teilweise unter Kontrolle. "Die Lage ist besser. Es gibt aber immer wieder neue kleine Brandherde", sagte ein Sprecher der Feuerwehr im staatlichen Radio am Mittwoch. Entwarnt werden könne aber wegen der Gefahr eines Wiederaufflammens der Brandherde noch nicht.

Bei Tagesanbruch hatten nach Angaben der Feuerwehr mehrere Löschflugzeuge und Helikopter grosse Mengen Wasser über dem Brandgebiet abgeworfen. Das Staatsfernsehen ERT zeigte Bilder des Einsatzes. Zwei weitere Löschflugzeuge aus Italien sollten im Laufe des Tages zum Einsatz kommen. Um die Mittagszeit war die Feuerfront eingedämmt.

Nach Schätzungen des Gouverneurs der Region sind bislang 2500 Hektar Pinienwald den Flammen zum Opfer gefallen. Die ersten Anwohner kehrten am Mittwochmittag in vier Dörfer zurück, die am Vortag evakuiert worden waren.

Brandgeruch in Athen

"Unsere erste Priorität war und ist, Menschenleben zu schützen", sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mistotakis im griechischen Fernsehen. Er hatte wegen der gefährlichen Lage seine Ferien abgebrochen und war nach Athen zurückgekehrt. Am Nachmittag wollte er die betroffene Region besuchen, wie sein Büro mitteilte.

Auch in der Nacht zum Mittwoch waren Hunderte Feuerwehrleute und freiwillige Helfer im Einsatz gewesen. In vielen Fällen mussten die Feuerwehrleute in Gärten und Höfen von Häusern gegen die Flammen kämpfen, wie das Fernsehen zeigte.

Todesopfer oder schwere Sachschäden gab es nach Angaben der Feuerwehr zunächst nicht. Doch selbst im rund 90 Kilometer südlich des Brandgebiets liegenden Athen klagten Menschen über Brandgeruch.

Im Juni 2018 waren bei schweren Waldbränden, die ein dicht bewohntes Feriengebiet nahe der griechischen Hauptstadt Athen erfassten, mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. (sda/dpa)


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