St. Moritz. – Im fünften Jahr seines Bestehens werde das Festival da Jazz heuer erstmals spürbar mithelfen, während des Sommerlochs die Betten zu füllen, verpricht Festivaldirektor Christian Jott Jenny im Interview mit der «Südostschweiz». Fünf Jahre seien eine kurze Zeit, um einen Anlass zu etablieren. Leider fehle im Tourismus oft die nötige Geduld. Es reiche nicht, an einem Wochenende vier Bands auf die Bühne zu stellen und wenn der Erfolg ausbleibe im Folgejahr auf ein neues Konzept zu setzen.
«Das ist Hüst und Hott»
Auch die aktuelle Sommerkampagne der Bündner Touristiker vermag Jenny nicht vorbehaltlos zu begeistern. Dass sich das Oberengadin nun als Familienregion positionieren wolle, sei problematisch, weil die Region jahrzehntelang für eine andere Art Tourismus gestanden habe.
Das fünfte Festival da Jazz beginnt am 13. Juli und umfasst über 50 Konzerte. Neu auf dem Programm steht der einzige Schweizer Auftritt des US-Welstars Ahmad Jamal. (so)