Chur. – «Wenn ein altes Abfallhäuschen das erste ist, was ein Gast bei der Ankunft in seinem Feriendorf zu sehen bekommt, ist das nicht besonders vorteilhaft», sagt Michael Caflisch, stellvertretender Leiter des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Tourismus.
Natürliche gebe es im Erscheinungsbild eines Tourismusdorfes auch andere, weniger offensichtliche Mängel. «Solche, die den Einheimischen gar nicht mehr auffallen, weil sie sich an deren Anblick gewöhnt haben.» Auch kleine Ungereimtheiten könnten einem Gast das Verweilen vergällen und ihn von einem zweiten Aufenthalt im gleichen Dorf abhalten, so Caflisch.
Eben solche Mängel sind es, die der Berner Tourismusberater Roland Scheurer in diesen Tagen in Graubünden zu entdecken versucht. Der promovierte Betriebswissenschafter hat übrigens grosse Erfahrung als «Augenöffner», war er in dieser Funktion doch schon in der ganzen Schweiz tätig.
Begehungen sind in vollem Gange
Diese Woche waren oder sind Begehungen in Chur, in Sent und Tschlin im Unterengadin, in der Destination Davos/Klosters, in Arosa und in Pany im Prättigau.
Nächste Woche besucht der «Augenöffner» Pontresina und St. Moritz im Oberengadin, Tschierv in der Val Müstair, die Destination Bergün Filisur sowie Poschiavo und Brusio. (so)