Goldau. - Tierarzt Martin Wehrle vom Tierpark Goldau sagte dem Migros-Magazin: «Wegen der Klimaerwärmung überleben hier nun Mückenarten, die früher nur in den Tropen vorkamen.»
Die Folge: Im Tierpark sind die ersten Schnee-Eulen an Malaria erkrankt. Die Lage habe sich in den letzten Jahren verschärft. Aktuell richtet man das Augenmerk auf die niedlichen Küken. Mit ihrem feinen Gefieder sind die einmonatigen Tierchen den Mücken hilflos ausgeliefert.
Regelmässig wird das Blut der Goldauer Eulenfamilie im Labor untersucht. Ganz einfach ist das nicht - die Eulen wehren sich vehement gegen die Blutproben. Aber die Mühe lohnt sich. Tierarzt Wehrle kann für den Moment aufatmen. Die Küken von diesem Sommer sind nicht von Malaria befallen.
Damit das auch so bleibt, setzen die Tierpark-Verantwortlichen in den umliegenden Gewässern Saiblinge aus. Diese Fische sind der natürliche Feind der Stechmücken. Ausserdem wird das Eulennest mit Präparaten behandelt. (g)