Chur. – 600 000 Zweitwohnungen gibt es in der Schweiz und jedes Jahr kommen 8000 dazu, schreibt der WWF Graubünden in einer Mitteilung. Zweitwohnungen sind in Tourismusregionen ein wichtiger Beherbergungszweig.
Ein übermässiger Anteil an Zweitwohnungen bringt aber Probleme mit sich, die der Attraktivität einer Region abträglich sind: Überhöhte Immobilienpreise verdrängen die Einheimischen, die Landschaft wird verbaut, Infrastrukturen müssen für eine Höchstbelegung ausgebaut werden, Orte werden zu Geisterdörfern ausserhalb der Saison.
Kein ausgewogenes Verhältnis
Da der Gegenvorschlag laut der Mitteilung keine Lösung für das Zweitwohnungsproblem ist, unterstützt der WWF Graubünden die Initiative. Mit der Revision des Raumplanungsgesetzes werden die Kantone zwar verpflichtet, den Zweitwohnungsanteil zu regeln, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erst- und Zweitwohnungen zu erreichen. Eine Konkretisierung der «Ausgewogenheit» oder Kontingente hat das Parlament jedoch abgelehnt.
Die Bündner Regierung, das Eidgenössische Parlament sowie der Bundesrat lehnen die Initiative ab («suedostschweiz.ch» berichtete). (so)
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