WWF befürwortet die Zweitwohnungsinitiative

Der WWF Graubünden sagt Ja zur Volksinitiative «Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen» über die am 11. März abgestimmt wird. Die Initiative trägt dazu bei, dass die Wohnlichkeit der Ortschaften erhöht, die Immobilienpreise stabilisiert und der Bodenverbrauch eingedämmt werden.

  • Die Stimmberechtigten befinden am 11. März über die Zweitwohnungs-Initiative (im Bild Klosters).
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Chur. – 600 000 Zweitwohnungen gibt es in der Schweiz und jedes Jahr kommen 8000 dazu, schreibt der WWF Graubünden in einer Mitteilung. Zweitwohnungen sind in Tourismusregionen ein wichtiger Beherbergungszweig.

Ein übermässiger Anteil an Zweitwohnungen bringt aber Probleme mit sich, die der Attraktivität einer Region abträglich sind: Überhöhte Immobilienpreise verdrängen die Einheimischen, die Landschaft wird verbaut, Infrastrukturen müssen für eine Höchstbelegung ausgebaut werden, Orte werden zu Geisterdörfern ausserhalb der Saison.

Kein ausgewogenes Verhältnis

Da der Gegenvorschlag laut der Mitteilung keine Lösung für das Zweitwohnungsproblem ist, unterstützt der WWF Graubünden die Initiative. Mit der Revision des Raumplanungsgesetzes werden die Kantone zwar verpflichtet, den Zweitwohnungsanteil zu regeln, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erst- und Zweitwohnungen zu erreichen. Eine Konkretisierung der «Ausgewogenheit» oder Kontingente hat das Parlament jedoch abgelehnt.

Die Bündner Regierung, das Eidgenössische Parlament sowie der Bundesrat lehnen die Initiative ab («suedostschweiz.ch» berichtete). (so)

Zum Dossier Zweitwohnungsinitiative gehts hier.

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 08.02.2012, 07:50 Uhr
  • Webcode: 26210
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