St. Gallen. – In der Eintretensdebatte waren die nach wie vor hohen Sicherheitskosten und unverhältnismässige Polizeieinsätze bei den Spielen des FC St. Gallen kritisiert worden. Die neue Regelung sei keine Neuauflage der Sanierungsvorlage, sagte Stadtrat Nino Cozzio. Ende August 2010 hatten die Verantwortlichen der AFG-Arena und des FC St. Gallen ein 16-Millionen-Franken-Sanierungspaket präsentiert. Es sah Finanzspritzen der Stadt von 2 Mio. Franken und des Kantons von vier Millionen Franken sowie einen Schuldenerlass durch mehrere Banken vor.
Das Stadtparlament lehnte den Beitrag Ende Oktober 2010 aber klar ab. Der Kantonsrat trat einen Monat später gar nicht erst auf eine Vier-Millionen-Rettungsvorlage ein. Private Geldgeber retteten den FC St. Gallen und die verschuldete AFG-Arena schliesslich vor dem Konkurs.
Zehn jährliche Raten
Mit der «Lex Arena» muss der FC St. Gallen der Stadt weniger an die Sicherheitskosten der Spiele in der AFG-Arena bezahlen: Der Verein trägt 60 Prozent, die Stadt 40 Prozent. Dafür braucht der Klub für jedes Heimspiel eine Bewilligung der Stadt.
Aus den Jahren 2009 und 2010 schuldet die FC St. Gallen Event AG der Stadt noch 1,17 Millionen Franken. Mit der neuen Regelung verringert sich der Betrag der offenen Rechnungen um 587 000 Franken. Die verbleibende Forderung wird nicht verzinst und muss in zehn jährlichen Raten beglichen werden. (sda)