Uznach/St. Gallen. – Das Spital Linth arbeite viel zuwenig mit anderen Spitälern zusammen, sagen SVP-Vertreter aus der Region (die «Südostschweiz» berichtete). Zusammen mit der Mehrheit des Kantonsrates fordern sie darum, dass das Uzner Spital eine Fusion mit den Spitälern Wattwil und Wil prüfen soll.
Zähe Verhandlungen stehen bevor
Für Regierungsrätin Heidi Hanselmann und die Uzner Spitalleitung stehen wegen der Fusionsprüfung harte Verhandlungen bevor. Beide haben sich öffentlich klar gegen eine Fusion geäussert. Trotzdem muss die Prüfung nun gemacht werden.
«Die Regierung wird am Dienstag über alle vom Kantonsparlament gutgeheissenen Aufträge diskutieren und das weitere Vorgehen beschliessen», sagt Hanselmann. Dann werde sie auch Bescheid sagen können, ob die Fusion von einer externen oder internen Stelle geprüft werde.
Bis der Bericht verfasst ist, wird es laut Hanselmann mindestens sechs Monate gehen. Dann wird der Verwaltungsrat der Spitalverbunde einen Entscheid zur Fusion fällen müssen und der Regierung vorlegen. Ob der Entscheid auch vom Kantonsrat abgesegnet werden muss, ist alles andere als klar. Dies muss noch rechtlich abgeklärt werden.
Nur Geschäftsleitung betroffen
Ziel einer allfälligen Fusion ist es, die Geschäftsführung zusammenzulegen. Dies bestätigt auch Beat Jud, CVP-Kantonsrat aus Schmerikon und Mitglied der Finanzkommission des Kantonsrats. Die Spitalstandorte laut Jud nicht gefährdet.